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 Kapitel 1 - Wo bist du?

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Klappesel

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Kapitel 1 - Wo bist du?  Empty
BeitragThema: Kapitel 1 - Wo bist du?    Kapitel 1 - Wo bist du?  EmptyMi Aug 07, 2019 6:07 pm

Kapitel 1 – Wo bist du? [Überarbeitet] 
Ich rannte auf den heißen Sand der Wüste Tattoines, durch den sanften Wind, flogen mir immer wieder Sandkörner in die Augen. Deshalb zog ich meinen Schutz, das ein schwarzes Tuch war etwas höher. 
Seitwärts von mir waren Stöcke die mein Vater als Markierung aufgestellt hatte, um uns den Weg nach Hause zu geleiten. Sie waren sorgfältig in den Sand gesteckt, einige lagen schon schief durch den dauer anhaltenden Wind. 
Ich sah von weiten, durch die Hitze wabernd unser Haus das aus Sandstein gebaut wurde. Das Mauerwerk bröckelte schon langsam ab und riesige risse zierten die Wände. An den Fenstern waren Holzbretter die mit Scharnieren befestigt waren. An der Vorderseite war ein Manngroßes Loch, dahinter hing ein roter Vorgang, der von der Sonne schon ausgeblichen war. 
Ich erhöhte mein Tempo. Völlig aus der Puste, schob ich den Vorhang beiseite und trat in das Gebäude. Das Haus hatte nur 2 Zimmer, in diesen war eine kleine Feuerstelle und ein Metall Gerüst an dem ein großer Topf hang. Außerdem eine Holztheke, dessen Holz schon morsch war. Daneben ein alter Esstisch aus Stein. 
„Mutter bist du da?“, rief ich.
 Doch es kam keine Antwort. Ich lehnte mich zum anderen Türrahmen hinüber. Dort wartete mein Vater, mit vor der Brust verschränkten Armen. Seine Kurz geschorenen schwarzen Haaren ließen ihn fast schon streng Aussehen. Die zerrissene Kleidung hingen an sein Leib herab. Seine Rippen stachen deutlich hervor. 
„Riko, was ist nun schon wieder?“ fragte er krächzend.
Ich schluckte schwer bevor ich eine Antwort gab: „Ist Rei zuhause? Ich suche sie.“ 
„Du hast nicht wirklich deine Schwester verloren?“, Brüllte er. Als ich nicht antworte fuhr er fort: „Weißt du nicht was für kuriose Gestalten hier überall rumlungern“, mein Vater schlug auf den kleinen klapprigen Arbeitstisch, der Neben den Betten aus Stroh stand. „Natürlich weißt du das! Wie konntest du sie überhaupt verlieren?“
Ich schaute auf den alten Holzboden dessen Dielen sich schon nach oben bogen. „Ich habe mich im Kampf trainiert, Vater!“, ich beschloss die Wahrheit zu sagen, denn ich hatte sowieso keine passende Ausrede parat. Seine Augen funkelten mich wütend an. Er machte einen Satz nach vorne.
 „Du sollst auf deine Schwester aufpassen und nicht trainieren“, er griff sich an den Kopf. „Kann man dir nicht die Einfachsten Aufgaben anvertrauen?“ 
Mein Vater baute sich bedrohlich vor mir auf, ich wich zurück. Was würde er jetzt tun? Mich schlagen?
„Geh sie jetzt suchen!“, keifte er mich an. 
Ich drehte mich mit dem Rücken zu ihm und Atmete erleichtert auf. Ich stützte nach draußen und blickte mich um: Hier war nichts außer Sand und Dünen, nicht viel wo sich meine Schwester verstecken könnte. Und um in die Stadt zu kommen war es ein dreißig Minütiger Fußmarsch, selbst für geübte ein wirklich anstrengender Weg. Ich beschloss vor erst da zu suchen, wo ich sie verloren hatte. An der kleinen Oase die links vom Haus lag. 
Ich lief los und ließ meine Hände über die Markierungen Streifen. 
Auf dem Weg, Träumte ich vor mich hin und dachte nach, besonders das was mein Vater sagte machte mir zu schaffen: Es war unfair. Ren durfte den ganzen Tag trainieren. Ich musste auf unsere Schwester aufpassen. Mein Bruder bekam sogar gepanzerte Rüstung und ich nur seine alte Kleidung. Ich fühlte mich wie das schwarze Taunt-Taunt der Familie. 
In der Ferne sah ich es grün blühen. Ich war am Teich angekommen. Frische Gräser und üppige Büsche sprossen aus den Boden. Einige junge Hubbagurken gedeihten hier prächtig, sogar ein etwa 3 Meter hohe Palme hatte hier ihren Platz gefunden, die an besonders heißen Tagen Schatten spendete. Ich war gerne hier, man fühlte sich wie auf einem anderen Planeten. Aber dafür war jetzt nun wirklich keine Zeit.
„Rei! Wo bist du?“ rief ich und riss mich somit aus den Gedanken.
Ich wartete mehrere Atemzüge, doch nichts. Man hörte nur das rauschen einer Windbriese, der durch die Büsche zog. Ich ließ mich auf dem weichen Gras nieder, jetzt erst merkte ich wie sehr meine Gliedmaßen schmerzten. Ich entschied eine kurze Pause zu machen. Es war nicht so das ich mir keine Sorge um meine Schwester machte, aber so wie ich sie kenne, war sie in Sicherheit. Sie war eine kleine Kämpferin. Ich taste meinen Rücken entlang dort wo meine Klinge ihren Platz hatte und zog es aus der Schlaufe. Es hatte in der Mitte einen Griff und war vorne und hinten schräg zu geschnitten damit man den Gegner, wenn auch nur kleine Verletzungen anrichten konnte. Es hatte einige Einkerbungen die von dem vielen Training kamen. Ich liebte diese Klinge, dennoch würde sie viel lieber gegen ein Lichtschwert eintauschen. Das würde aber bis weiteres ein Traum bleiben. 
Ungewöhnliches Rascheln erklang hinter mir. Ich drehte meinem Kopf in die Richtung des Geräusches. Ich ging davon aus das meine Schwester sich die ganze Zeit in den Sträuchern versteckte um mir ein Streich zu spielen. 
Also rief ich: „Da bist du ja, Rei!“
Statt einer Antwort, fauchte es gefährlich. Ich fuhr herum. Eine rotbraune Echsenartige Gestallt kam aus den Busch gekrochen, er war etwa so hoch wie ich, und hatte zwei markante Hörner auf dem Kopf. Sein Maul lief spitz zu. Zudem hatte er Klingenscharfe Krallen und Stacheln die auf dem ganzen Körper verteilt waren.
War das ein Krayt-Drache? Das musste ein Jungtiere sein… aber wie konnte ich dieses Biest übersehen? 
Doch das Monster gab mir keine Zeit um nach zu denken, er stürzte sich auf mich als wäre ich sein Abendessen.
Nicht mit mir Freundchen! Ich versuchte ihm auszuweichen, doch sein Schweif mit den Dornenartigen Stacheln kam mir in den Weg und ich stolperte. Danach kam ich ins Wanken und das nutzte das Monster um erneut an zu greifen. 
Er verwendete seine Hörne als Rammbock. Er erwischte mich direkt an der Brust, ich flog einige Meter und landete unsanft in den Sträuchern. Meine Brustkorb schmerzte, und ich konnte mich kaum bewegen. 
Das Monster kam an gerannt. Es lehnte sich über mich. Er ries sein Riesiges Maul auf, das mit reichlichen Spitzen Zähnen bestückt war, außerdem hatte er fürchterlichen Mundgeruch. 
Da überwand ich mein Schmerz und schob ihn meine Klinge quer ins Maul. Ich stemmte mich mit aller Kraft dagegen. Er hatte stark damit zu kämpfen. Das Biest drückte ein Hinterbein auf meinem Bauch. Er zerriss dabei meine sowieso schon kaputte Kleidung.
Ich will jetzt nicht sterben.
Doch es war zu spät, das Monster hatte genug Kraft. Zugleich zerbiss er die Klingen mit einem Lauten Knacken. Die Klinge fiel aus seinem Maul und lagen nun in zwei Einzelteilen in greifbarer Nähe. 
Aus dieser Situation ergriff ich meine einzige Chance. Ich hob eines der Teile auf und rammte es ihn tief in seine Schulter. Ich hörte förmlich sein Fleisch zerreißen. 
Er gab ein bizarres schreien von sich. Das Monster ließ von mir ab. Er versuchte mit seinem Maul die Klinge raus zu ziehen, doch er kam nicht an die an das Holzteil heran.
Das war die Gelegenheit zur Flucht, ich griff den anderen Teil des Schwertes. Aber als ich auf stehen wollte, merkte ich den Stechender Schmerz an meiner Brust der sich durch alle Gliedmaßen zog. Ich zuckte zusammen und ließ mich auf den Knien nieder, ich stützte mich dabei auf den einen Teil des kaputten Schwertes ab. 
Das Biest bemerkte meinen Flucht versuch und wollte sich erneut auf mich stürzen. Er kam keifend auf mich zu gelaufen. 
Mein Wille war zu stark um jetzt gefressen zu werden, ich sammelte meine Letzten Reserven, ich stand auf meine Beine bewegten sich wie von alleine. Jetzt durfte er mich nur nicht mehr Einholen, ich schaute über meine Schulter hinweg. Er humpelte mir hinter her. Da hatte ich die richtige Stelle erwischt. Das Monster gab wenige Augenblicke später auf. Nichtsdestotrotz verlangsamte ich mein Schritt nicht, meine Gedanken kreisten um meine Schwester. Ich hoffte, ich hoffte so sehr, das sie nicht diesem Biest begegnet ist.


Zuletzt von Klappesel am Do Aug 08, 2019 4:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Wo bist du?    Kapitel 1 - Wo bist du?  EmptyDo Aug 08, 2019 11:52 am

Klappesel schrieb:
Ich rannte die gähnend weite Wüste entlang.
Irgendwie hat mich das Wort gähnende aus dem Lesefluss gebracht. Wenn es jetzt nicht gerade eine Eigenart der Wüste ist, dass sie wirklich gähnt, würde ich hier lieber ein Wort nehmen, dass sich mehr mit Wüste verbinden lässt, heiß zum Beispiel oder karg. Ich kenne sonst nur eine gähnende Leere, aber das war hier sicher nicht gemeint.  


Klappesel schrieb:
Seitwärts der Stöcke die mein Vater als Markierung aufgestellt hatte, um uns den Weg nach Hause zu geleiten. Ich sah von weiten unsere Haus. Es wurde aus Sandstein gebaut der schon langsam abbröckelte. An den Fenstern waren Holzbretter die mit Scharnieren befestigt waren. Ich erhöhte mein Tempo. Völlig aus der Puste stürzte ich in die Haustür die eigentlich nur ein Vorhang war, hinein. Ich blickte mich um. Das Haus hatte nur zwei Räume. Hier stand nur eine bedürftige Küche, die aus einem großen Topf, einer hölzernen Theke bestand und ein Esstisch der aber schon komplett eingestaubt war.
Hier verstehe ich jetzt, was du mit dem zu schnell meinst. Also grundlegend bist du schon mal auf einem guten Weg, du bringst eine Umgebungsbeschreibung, dann kurze Handlung wieder eine Beschreibung. Ich habe hier auch lange hin und her überlegt wegen den Absätzen, aber da du hier so schnell zwischen Handlung und Beschreibung hin und her switchst ist das echt schwierig und ich hätte so wie die Sätze gerade sind auch keine Ahnung wie ich da Ordnung rein bringen soll. Das ist jetzt aber wirklich jammern auf hohem Nivo. Grundlegend ist der Text schon hier deutlich besser. Trotzdem könnte ihm etwas mehr Raum gut tun, um die Umgebung ganz zu erfassen. Vielleicht eine kleine Faustregel für den Anfang, nur so als Versuch. Schreibe drei Sätze für jede Umgebung. Also du willst am Anfang die Wüste "Malen" beschreibe sie in drei Sätzen. Dann lass deinen Charakter einen oder zwei Sätze lang hindurchlaufen. Dann wieder drei Sätze, über das Haus das er sieht. Dann wieder einen Satz oder zwei Handlung, er erreicht das Haus und so weiter. Ich denke das wäre ein Guter Weg für den Anfang. Sprich mehr Umgebung als Handlung, aber nicht viel mehr als drei vier Sätze zur Umgebung. Um zu verdeutlichen was ich meine, versuche ich das jetzt einfach mal an dem kleinen Absatz:

Ich lief durch die weite Wüste, die Sonne brannte heiß auf meiner Haut, Schweiß quoll mir aus jeder Pore. Meine Füße versanken mit jedem Schritt tief im Sand, das Vorankommen war unendlich mühsam. Das Licht der Sonne blendete mich, es fiel mir schwer meine Umgebung zu erkennen. (3)(Möglicher Absatz - muss an dieser Stelle aber nicht unbedingt - nun lenke ich die Aufmerksamkeit auf die Stöcke)
Ich orientierte mich an den Stöcken, die Vater ausgelegt hatte, um uns den Weg nach Hause zu weisen. (Die Idee fand ich im übrigen voll toll, so den Weg für die Kinder zu markieren) Sie liegen in einer Reihe hintereinander im Sand. (2)(Absatz - hier auf jeden Fall - denn nun switche ich zum Haus in der Ferne)
Endlich kommt mein Elternhaus in Sicht. Der gelbe Sandstein, aus dem es erbaut ist, hebt sich deutlich vom Blau des Himmels ab. An den zwei Fenstern sind mit Scharnieren je ein Holzbrett verankert. Ein Loch im Mauerwerk bildet die Tür, es ist mit einem rotten Tuch verhangen. (4) (Absatz - Blick zurück auf den Protagonisten)
Ich ziehe den Vorhang bei Seite und trete zügig ein. (Absatz - Blick ins Innere des Hauses)
Das Haus wird von einer Wand in zwei separate Räume geteilt. Im linken befindet sich ein einfache Feuerstelle, über die ein Metallgestell steht, an ihm hängt ein großer Kessel. (Der Satz wäre show don't tell - du wolltest mit dem Wort "bedürftig" - was schon mal nicht passt, du meintest sicher schäbig, ärmlich oder notdürftig - sicher sagen, dass die Küche eben ziemlich einfach ist. Das sagst du aber nur, wenn du sie beschreibst, kann der Leser sich selbst ein Bild davon machen wie ärmlich die Küche ist. Er hat sie dann vor Augen) (Absatz möglich, weil wir von der Feuerstelle nun zur restlichen Einrichtung der Küche wechseln, aber kein muss es kann auch noch zur Einrichtung der Küche gezählt werden)
Neben der Feuerstelle ist ein Brett in das Mauerwerk eingearbeitet, es dient als Arbeitsfläche. Auf ihm stehen Behälter für Gewürze und Schneidbretter. Daneben gibt es lediglich noch einen Holztisch, auf dem sich der Sand der Wüste gesammelt hat. (Das würde das Wüstenthema wieder aufgreifen und klingt logischer als nur Staub. Immerhin ist nur ein Tuch vor der Tür und so kann der Wind den Sand ungehindert ins Haus tragen.)

Fortsetzung folgt ...

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Wo bist du?    Kapitel 1 - Wo bist du?  EmptyDo Aug 08, 2019 12:33 pm

Klappesel schrieb:
Das sah nicht gut aus.
Was genau sah nicht gut aus? Was willst du mit dem Satz ausdrücken? Ist er auf die Laune des Vaters bezogen oder auf seinen körperlichen Zustand? - Show don't tell

Klappesel schrieb:
ich beschloss die Wahrheit zu sagen, denn ich hatte sowieso keine passende Ausrede parat. Seine Augen funkelten mich wütend an. Er machte einen Satz nach vorne.
Wechsel vom Sohn zum Vater. - Absatz

Inhaltliche Ungereimtheit: Riko kommt nach Hause und sieht sich suchend um, weil er seine Schwester verloren hat. Irgendwie hat mir die Frage im Gespräch gefehlt: "Ist Rei nach Hause gekommen?" Du hattest zwar "Ich suche Rei!", aber das hat nicht die selbe Wirkung. Klar er kann in dem kleinen Haus mit einem Blick sehen, dass sie nicht da ist, aber sie könnte ja auch außerhalb des Hauses sein und da wäre die Frage an den Vater doch stimmiger gewesen. Ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung und für die Storry nicht wirklich relevant. Es hätte für meinen Geschmack nur natürlicher gewirkt.

Klappesel schrieb:
„Kann man dir nicht die E (e)infachsten Aufgaben anvertrauen?“
Mein Vater baute sich bedrohlich vor mich (r) auf, ich wich zurück. Was würde er tun? Wird (ürde) er mich schlagen?
Der letzte rote Teil gehört nicht mehr zur Sicht des Vaters, sondern zu der des Sohnes. Also Absatz. Ich habe mich an der Stelle auch gefragt ob sich der Leser diese Gedanken selbst schon macht, weil Riko ja einen Schritt zurück geht und ob es nötig ist, dass dann in Form von Gedanken auszusprechen, aber das ist Geschmacksache und war nur so eine Überlegung, die mir beim Lesen kam.

Klappesel schrieb:
Ich lief, ja rannte fast nach draußen.
Rannte er oder lief er? Sei bei solchen Aussagen eindeutig, sonst wirkt es, als wenn du dir beim Schreiben selbst nicht sicher warst, was dein Protagonist gerade tut.

Klappesel schrieb:
Ich lief, ja rannte fast nach draußen. Auf den Weg in die Stadt waren es gute 2 Kilo Meter. Dieser Weg über Sand und Dühnen konnte sehr anstrengend sein, selbst nach Jahre langer Übung. Ich beschloss vorerst an den kleinen Tümpel vorbei zu schauen, dort hatte ich sie aus den Augen verloren hatte. Ich lief los und ließ meine Hände über die Markierungen Streifen.
An dieser Stelle bin ich enorm gestolpert. Ich habe sie drei Mal lesen müssen um zu begreifen, dass der zweite Satz ein Gedankenspiel ist und er nicht schon 2 Kilometer zur nächsten Stadt gelaufen ist.
Versuch es mal so:
Vor dem Haus sah ich mich um. Egal wohin ich blikte, nur Sand und flimmernde heiße Luft. Wo nur sollte ich mit meiner Suche anfangen? Ich ging im Geiste alle Möglichkeiten durch:
Die Nächste Stadt war zwei Kilometer entfernt. Der Weg dahin war selbst für geübte Wanderer enorm anstrengend. Meine kleine Schwester war ihn noch nie allein gegangen. Unwahrscheinlich, dass sie dahin gegangen sein könnte. Das beste wird wohl sein, wenn ich da ansetze wo wir uns verloren hatten. An der Oase im Westen. Ich war zwar gerade erst von dort hier gelaufen, aber einen anderen Anhaltspunkt hatte ich nicht.  

Klappesel schrieb:
-Taunt der Familie. In der Ferne sah man es grün blühen, was auf den Staubtrockenen Planeten eher unüblich war.
Absatz - der Blick geht in die Ferne. Das mit dem unüblich könntest du weglassen. Es ist jedem Leser auch so klar, dass es in der Wüste eine Oase sein muss, wenn da etwas grünes wächst und das es nicht der übliche Fall ist.


Klappesel schrieb:
In der Ferne sah man es grün blühen, was auf den Staubtrockenen Planeten eher unüblich war. Ich war am Teich angekommen. Frische Gräser und üppige Büsche sprossen aus den Boden. Einige junge Hubbagurken gedeihten hier prächtig, sogar eine etwa 3 Meter hohe Palme hatte hier ihren Platz gefunden, die an besonders heißen Tagen Schatten spendete. Ich war gerne hier, man fühlte sich wie auf einem anderen Planeten. Aber dafür war jetzt nun wirklich keine Zeit.
Die Beschreibung ist dir echt gut gelungen. Liest sich sehr flüssig und man hat tolle Bilder dabei im Kopf - gut gemacht!

Klappesel schrieb:
Ich wartete mehrere Atemzüge, doch nichts.
Geile Idee die Zeit in Atemzüge zu messen. Gefällt mir! Auf so was wäre ich sicher nicht gekommen.


Klappesel schrieb:
Man (nicht man sondern Riko hört es, als ich) hörte nur das rauschen einer Windbriese, der (ie) durch die Büsche zog. Ich ließ mich kurz (streichen er weiß ja noch nicht wie lange er sitzen wird, so klingt es als wenn er sofort wieder auf die Beine springt) auf dem weichen Gras nieder, jetzt erst merkte ich wie sehr meine Gliedmaßen schmerzten. Ich entschied eine kurze Pause zu machen. Es war nicht so das ich mir keine Sorge um meine Schwester machen würde (machte) (würde ist zukunft), aber so wie ich sie kenne (kannte - kenne ist Gegenwart), war sie in Sicherheit. Sie war eine kleine Kämpferin. Ich griff an meinem Rücken, da war meine Holzklinge. Sie war an einem Band befestigt. Ich zog das Schwert aus der Schlaufe. Ich (zwei Mal ich als Satzanfang, verbinde die Sätze oder überlege dir einen anderen Beginn für den Satz) betrachtete es genau. Es hatte in der Mitte einen Griff und an beiden Seiten mehr oder weniger scharfe Klingen (Scharf oder nicht entscheide dich. An der Stelle bin ich auch etwas gestrauchelt wegen der Klingen. Es ist ein Holzschwert, das wird ja keine Schneide haben, sind da also Klingen eingearbeitet oder meinst du das das Holz da angespitzt ist also schräg zuläuft?). Es hatte einige Einkerbungen die von dem vielem Training kamen.

Klappesel schrieb:
Ungewöhnliches Rascheln erklang hinter mir. Ich drehte meinem Kopf in die Richtung des Geräusches. Ich ging davon aus das meine Schwester sich die ganze Zeit in den Sträuchern versteckte um mir einen Streich zu spielen.
Also rief ich: „Da bist du ja, Rei!“
Statt einer Antwort, fauchte es gefährlich. Ich fuhr herum. Eine rotbraune Echsenartige Gestallt kam aus den Busch gekrochen, er war etwa so hoch wie ich, und hatte zwei markante Hörner auf dem Kopf. Sein Maul lief spitz zu. Zudem hatte er Klingenscharfe Krallen und Stacheln die auf dem ganzen Körper verteilt waren.
Ist das ein Krayt-Drache? Das muss ein Jungtiere sein… aber wie konnte ich dieses Biest übersehen?
Doch das Monster gab mir keine Zeit um nach zu denken, er stürzte sich auf mich als wäre ich sein Abendessen.
Guter Teil, schnell was für die Situation super ist, denn dort passiert viel und so erzeugst du Spannung. Hat mir gut gefallen die Stelle. War auch mit den Absetzen gut gelöst.

Fortsetzung folgt ...

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Wo bist du?    Kapitel 1 - Wo bist du?  EmptyDo Aug 08, 2019 12:59 pm

Klappesel schrieb:
Ich wich dem Biest aus, was sich als schwieriger herausstellte als Gedacht, denn sein Riesiger Schweif kam mir in den Weg über den stolperte ich ungeschickt darüber.
In diesem Satz hast du zu viel Info. Teile die Dinge die du aussagen willst, für jede Aussage ein Satz.
Er weicht aus.
Der Drache schwingt seinen Schweif.
Riko springt.
Riko bleibt an den Stacheln hängen und stürzt.


Klappesel schrieb:
und ich konnte mich kaum bewegen. Das Monster kam an gerannt.
Absatz - wechsel von Riko auf den Drachen.

Klappesel schrieb:
Er lehnte sich über mich, gerade als er zu beißen wollte um mir den Gnadenstoß zu verpassen, überwand ich mein Schmerz und schob ihn meine Klinge quer ins Maul.
Zu viel Handlung in einem Satz. Wieder für jede Info einen Satz.
Der Drache lehnt sich über Rico.
Der Drache reißt das Maul auf - beschreibe das Maul - mach dem Leser Angst.
Lass Riko Handeln - show don't tell - wie überwindet er den Schmerz? Nicht sagen machen lassen. Riko beißt die Zähne zusammen, rafft sich auf - eben so was.
Riko legt dem Drachen das Schwert quer (?) nicht hochkant (?) ins Maul.

Klappesel schrieb:
Er hatte stark damit zu kämpfen. Das Biest drückte ein Hinterbein auf meinem Bauch und zerriss dabei meine sowieso schon kaputte Kleidung. Ich will jetzt nicht sterben. Doch es war zu spät, das Monster hatte genug Kraft. Zugleich zerbiss er die Klingen mit einem lauten Knacken. Die Klinge fiel aus seinem Maul und lagen nun in zwei Einzelteilen in greifbarer Nähe. Aus dieser Situation ergriff ich meine einzige Chance. Ich hob eines der Teile auf und rammte es dem Tier tief in seine Schulter. Er gab ein bizarres schreien von sich. Das Monster ließ von mir ab. Er versuchte mit seinem Maul die Klinge raus zu ziehen. Das ist die Gelegenheit zur Flucht, ich griff den anderen Teil des Schwertes. Aber als Ich auf stehen wollte, durch zog ein Stechender Schmerz meinen ganzen Körper.
Viele Wechsel von Drache zu Riko, schau da mal wegen den Absetzen. Das wäre jetzt zu viel alles aufzuzählen, da es ja immer hin und her geht. Gönn da deiner Beschreibung aber wenigstens pro Sicht zwei Sätze. Also zwei Sätze was Riko tut, zwei was der Drache tut und dann mit Absätzen hin und her. Das wird gut werden^^. Ein bisschen solltest du darauf achten genauer zu sein, darin wer wo steht und wann fällt und wo getroffen wird. Das ist noch etwas chaotisch, aber wird mit den zwei Sätzen pro Runde sicher deutlicher.
Der letzte Satz ist dir dafür echt gut Gelungen, der ging mir durch und durch wie dem armen Riko wohl. Da war ich mitten drin beim Lesen.

Zitat :
Ich zuckte zusammen und ließ mich auf den Knien nieder, ich stützte mich dabei auf den einen Teil des kaputten Schwertes. Das Biest bemerkte meinen Flucht versuch und wollte sich erneut auf mich stürzen.
Wo genau ist Riko getroffen worden, was ist passiert als er diesen Schmerz spürte. Das ging hier nicht ganz daraus hervor.

Zitat :
jetzt gefressen zu werden, mein Herzschlag wurde schneller, ich sammelte meine Letzten Reserven
Wenn sein Herzschlag erst jetzt schnell wird, hat er vorher was falsch gemacht. ^^ Trenne hier auch seine Gedanken von seinen körperlichen Reaktionen.

Die ganze Kampfszene solltest du dir noch mal anschauen und es wirklich mal mit der Zweisatzregel versuchen. Es ist beim Lesen noch nicht ganz klar was genau wann, wie passiert. Aber so Aktionsszenen sind auch wirklich nicht einfach. Der Ansatz ist gut, du musst nun nur noch die Feinheiten dabei ausarbeiten und dich noch mal genau rein denken.

Den letzten Abschnitt, also alles was nach dem Kampf und der Flucht kommt würde ich streichen. Es wirkt eindrucksvoller wenn da Schluss ist und der Leser einfach noch gedanklich bei der Schwester und der Frage ist, ob sie gefressen worden. Gehst du aber in die Stadt und Riko sucht dort weiter, ist der Gedanke mit dem Drachen nicht mehr so stark und die Frage wird abnehmen, ob sie gefressen sein könnte. Lasse den Leser ruhig an der Stelle im Cliff baumeln^^.

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Wo bist du?    Kapitel 1 - Wo bist du?  EmptyDo Aug 22, 2019 10:24 am

Zitat :
An den Fenstern waren Holzbretter die mit Scharnieren befestigt waren. An der Vorderseite war ein Manngroßes Loch, dahinter hing ein roter Vorgang, der von der Sonne schon ausgeblichen war.
Du benutzt hier gleich hintereinander vier mal war/waren. Schau mal ob du die Sätze umformulieren kannst.

Zitat :
Seine Kurz geschorenen schwarzen Haaren ließen ihn fast schon streng Aussehen
fast würde ich streichen. Entweder er sieht mit dem Haarschnitt streng aus oder eben nicht.

Zitat :
ich beschloss die Wahrheit zu sagen, denn ich hatte sowieso keine passende Ausrede parat. Seine Augen funkelten mich wütend an. Er machte einen Satz nach vorne.
Perspektivwechsel vom Sohn zum Vater = Absatz

Zitat :
„Kann man dir nicht die Einfachsten Aufgaben anvertrauen?“
einfachsten (kleinschreiben]

Zitat :
Mein Vater baute sich bedrohlich vor mir auf, ich wich zurück. Was würde er jetzt tun? Mich schlagen?
Zwei Perspektiven in einem Satz. Ich würde das trennen und auch wieder Absatz.

Zitat :
Ich drehte mich mit dem Rücken zu ihm und Atmete erleichtert auf. Ich stützte nach draußen und blickte mich um: Hier war nichts außer Sand und Dünen, nicht viel wo sich meine Schwester verstecken könnte. Und um in die Stadt zu kommen war es ein dreißig Minütiger Fußmarsch, selbst für geübte ein wirklich anstrengender Weg. Ich beschloss vor erst da zu suchen, wo ich sie verloren hatte. An der kleinen Oase die links vom Haus lag.
Sehr gut beschrieben, hier hatte ich gleich alles im Blick. Da hast du dir wirklich mal Zeit genommen es aber auch nicht zu lange ausgedehnt. Genau die richtige Mischung, zumindest für meinen Geschmack.

Zitat :
Frische Gräser und üppige Büsche sprossen aus den Boden.
dem

Zitat :
Aber dafür war jetzt nun wirklich keine Zeit
Würde ich streichen.

Zitat :
Man hörte nur das rauschen einer Windbriese, der durch die Büsche zog
das Rauschen

Zitat :
Es war nicht so das ich mir keine Sorge um meine Schwester machte, aber so wie ich sie kenne,
Zeitform = kannte

Zitat :
damit man den Gegner, wenn auch nur kleine Verletzungen anrichten konnte.
Lies dir den Satz und besonders das Satzende noch mal durch. Der klingt sehr ungelenk formuliert. Vielleicht fällt dir da ja noch was bessere ein, um auszudrücken, was du sagen willst.

Zitat :
Das würde aber bis weiteres ein Traum bleiben.
Warum eigentlich? Hier kannst du ruhig einen Grund einstreuen. Liegt es am Geld, am fehlenden Können, am Alter?

Zitat :
Ungewöhnliches Rascheln erklang hinter mir.
Show don't tell. Was ist ungewöhnlich an dem Rascheln. Ist es lauter als wenn es nur der Wind wäre, knacken vielleicht Äste, was genau lässt ihn aufhorschen?

Zitat :
Ich ging davon aus das meine Schwester sich die ganze Zeit in den Sträuchern versteckte um mir ein Streich zu spielen.
Also rief ich:
Das könntest du weglassen. Das sein Gedanke sofort auf die Schwester kommt kannst du auch mit der wörtlichen Rede ausdrücken. Schreib einfach: "Bist du das Rai?" Schon ist der ganze davor Satz überflüssig.

Zitat :
Statt einer Antwort, fauchte es gefährlich. Ich fuhr herum. Eine rotbraune Echsenartige Gestallt kam aus den Busch gekrochen,
Perspektivwechsel von Monster zu Riko wieder zum Monster = Absatz vor und nach dem Satz.

Zitat :
War das ein Krayt-Drache? Das musste ein Jungtiere sein… aber wie konnte ich dieses Biest übersehen?
Doch das Monster gab mir keine Zeit um nach zu denken, er stürzte sich auf mich als wäre ich sein Abendessen.
Nicht mit mir Freundchen! Ich versuchte ihm auszuweichen,
Hier hat es mit den Absätzen gut geklappt.

Zitat :
doch sein Schweif mit den Dornenartigen Stacheln kam
dornenartigen (klein)

Zitat :
Danach kam ich ins Wanken und das nutzte das Monster um erneut an zu greifen.
Danach würde ich streichen. Das wirkt so zeitversetzt beim Lesen. Ich kam ins Wanken - reicht. Bei aktionszenen eignen sich kurze Sätze besser die sorgen für Geschwindigkeit.

Zitat :
Er verwendete seine Hörne als Rammbock. Er erwischte mich direkt an der Brust, ich flog einige Meter und landete unsanft in den Sträuchern. Meine Brustkorb schmerzte, und ich konnte mich kaum bewegen.
Zwei mal Er als Satzanfang hintereinander.
Beim letzten Satz ist ein Perspektivwechsel = Absatz

Zitat :
Das Monster kam an gerannt. Es lehnte sich über mich. Er ries sein Riesiges Maul auf, das mit reichlichen Spitzen Zähnen bestückt war, außerdem hatte er fürchterlichen Mundgeruch.
angerannt
riesiges
spitzen
außerdem streichen. Es verzögert wieder den Lesefluss. Besser: sein fauliger Atem nahm mir die Luft. Ich musste mir die Nase zuhalten, um nicht zu erbrechen. (oder so ähnlich)

Zitat :
Da überwand ich mein Schmerz und schob ihn meine Klinge quer ins Maul. Ich stemmte mich mit aller Kraft dagegen. Er hatte stark damit zu kämpfen. Das Biest drückte ein Hinterbein auf meinem Bauch. Er zerriss dabei meine sowieso schon kaputte Kleidung.
Hier sind einige Perspektivwechsel drin. Außerdem viel Info in sehr wenigen Sätzen.
Beim letzten Satz stört ein wenig das sowieso schon kaputt. Ist das wichtig zu erwähnen das sie schon kaputt war? Stärker würde es wirken wenn du es direkt schreibst auch ruhig detailreicher. Allgemein würde ich der ganzen Szene mehr raum geben. Gerade am anfang, wodurch überwindet er seinen Schmerz denn? Nur durch den fauligen Atem des Monsters? Das ist nur hingeworfen der erste Satz würde wieder unter Show don't tell fallen. Im Grunde ist er überflüssig. Du beschreibst ja dass er handelt und musst es nicht vorher ankündigen. Ich versuch das kurze Stück mal in meinen Worten:
Sein scharfen Zähne glänzen bedrohlich im Licht der Sonne. Speichel lief über sie und tropfte mir auf die Arme und Hände.
Warm und schleimig verteilte er sich auf meiner Haut.
In einer Zahnlücke hing noch ein alter Knochen, Fetzen von Haut und verwesendes Fleisch klebten noch an ihm.
Ich hoffte inständig, dass er nur einem Tier und keinem Menschen gehörte. (Male dieses schaurige Bild um dem Leser Angst zu machen.)
Das Biest hob ein Pranke. Seine scharfen Krallen drangen durch den Stoff meine Kleidung. Brender Schmerz breitete sich auf meinem Brustkorb aus. Warm spüre ich mein Blut fließen. Der Geruch von Eisen steigt mir in die Nase. (Sprich ruhig mehrere Sinne an, dann wird es eindringlicher)

Zitat :
Doch es war zu spät, das Monster hatte genug Kraft. Zugleich zerbiss er die Klingen mit einem Lauten Knacken. Die Klinge fiel aus seinem Maul und lagen nun in zwei Einzelteilen in greifbarer Nähe.
Mehr Raum für klare Bilder und weniger Ankündigung.
Es war zu spät klingt so, als wenn er bereits in Zwei Teile gebissen wurde, dabei ist nur das Schwert zerstört worden. Sag einfach was geschieht ohne Überleitung:
Das Schwert gab der Kraft des Monsters nach, es brach in der Mitte und fiel mir zu Füßen.
(An dieser Stelle hatte ich im Kopf - er drückt das Schwert ins Maul stemmt sich dagegen um das Monster abzuwehren, dann bricht das Schwert. Was würde passieren? Er drückt ja immer noch, also müsste er direkt ins Maul des Drachen fallen oder zumindest mit den Armen rein greifen - Stell dir das noch mal genau vor - stell dich ruhig mal in so eine Position um es nachzufühlen. Da stimmt irgendwas vom logischen Ablauf noch nicht)

Zitat :
Aus dieser Situation ergriff ich meine einzige Chance. Ich hob eines der Teile auf und rammte es ihn tief in seine Schulter. Ich hörte förmlich sein Fleisch zerreißen.
1. Satz - Ankündigung
2. Satz - ihm(n) - mehr Raum für die einzelnen Abläufe. Er sieht die Teile am Boden er greift danach er benutzt sie und rammt sie in die Schulter.
3. Satz - förmlich Er hört es oder er hört es nicht. Förmlich relativiert deine Aussage.

Zitat :
Er gab ein bizarres schreien von sich. Das Monster ließ von mir ab. Er versuchte mit seinem Maul die Klinge raus zu ziehen, doch er kam nicht an die an das Holzteil heran.
Das Monster - wäre Es du beziehst dich dann mit er aber wieder auf der Drache. Das wirkt etwas verwirrend. Bleib lieber bei einem von beiden Es - Das Monster oder Er - der Drache.
Bei dem blauen ist irgendwas im Satzbau durcheinander gekommen.

Zitat :
Das war die Gelegenheit zur Flucht, ich griff den anderen Teil des Schwertes. Aber als ich auf stehen wollte, merkte ich den Stechender Schmerz an meiner Brust der sich durch alle Gliedmaßen zog. Ich zuckte zusammen und ließ mich auf den Knien nieder, ich stützte mich dabei auf den einen Teil des kaputten Schwertes ab.
Schon deutlich besser.
Allerdings frage ich mich, warum nimmt er das andere Stück unbedingt noch in die Hand und verschwendet Zeit damit, anstatt einfach wegzulaufen. Aber das ist jetzt eher Auslegungssache. Bei dem Moment als er den Schmerz spürt hätte noch besser gewirkt wenn er nach der Wunde greift. Wie fühlt sie sich an? Wo ist sie? Lass es den Leser sehen, fühlen.

Zitat :
Das Biest bemerkte meinen Flucht versuch und wollte sich erneut auf mich stürzen. Er kam keifend auf mich zu gelaufen.
Wollte weglassen. Damit nimmst du vorweg dass es nur einen Versuch startet damit aber nicht erfolgreich ist. Das willst du den Leser ja noch gar nicht wissen lassen. Auch das es die Flucht bemerkt brauchst du nicht extra sagen. Zeige es an seiner Reaktion.
Er sieht Riko an, mit seinen gigantischen Augen.
Reißt das Maul weit auf
und schnappt nach ihm.
Kurz und knapp ohne Ankündigung.

Zitat :
Mein Wille war zu stark um jetzt gefressen zu werden, ich sammelte meine Letzten Reserven, ich stand auf meine Beine bewegten sich wie von alleine.
Anfang des Satzes streichen. Nicht sagen, machen.
Er steht greift die Wunde fest und hält sie zu, dann läuft er, dem Schmerzen zum Trotz.

Zitat :
Jetzt durfte er mich nur nicht mehr Einholen, ich schaute über meine Schulter hinweg. Er humpelte mir hinter her. Da hatte ich die richtige Stelle erwischt. Das Monster gab wenige Augenblicke später auf. Nichtsdestotrotz verlangsamte ich mein Schritt nicht, meine Gedanken kreisten um meine Schwester. Ich hoffte, ich hoffte so sehr, das sie nicht diesem Biest begegnet ist.
Noch mal ziemlich heftiges Durcheinander von vielen Ankündigungen und wenig Sicht auf das was passiert. Ich versuche das mal umzubauen. Einfach nur damit du ein Gefühl dafür bekommst wie man so eine Situation schreiben kann.
Ich rannte, lief, so schnell meine Beine mich trugen. Über die Schulter sah ich zurück.
Der Drache humpelte, seine verletzte Schulter hing schlaff herab. Er schnaubte, brüllte mir hinterher, während er immer weiter hinter mir zurück fiel.
Ich lief noch schneller, um den Vorsprung auszubauen. Blut quoll zwischen meinen Händen hervor, ich sah ihm zu, wie es meine Hand hinab über den Arm lief. Mit meinen Gedanken war ich bei meiner Schwester. Gehörte der Knochen im Maul des Drachen ihr? Ist sie bereits gefressen worden? Nur weil ich nicht richtig auf sie aufgepasst habe? Die Vorstellung schmerzte mich mehr, als die klaffenden Wunden in meiner Brust. Tränen überkamen mich und trübten meine Sicht.

Am Ende habe ich dann hier auch noch einen Bogen zu dem Knochen geschlagen, der die Frage ob die Schwester noch lebt deutlich dramatisiert hat.

Einige Stellen hast du gut gelöst bei anderen hatte ich den Eindruck, du bist zu verkrampft an die Überarbeitung ran gegangen. Darunter hat der Lesefluss deutlich gelitten. Manchmal ist es besser einen Text nicht zu überarbeiten, sondern mit dem neuen Wissen komplett neu zu schreiben. So hält man sich nicht an alten Formulierungen fest und kann flüssiger schreiben.

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