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 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~

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Enrico
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BeitragThema: 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~   Do Jun 21, 2012 12:22 pm

2. Kapitel
~Ein abgekartetes Spiel~

Nur langsam spüre ich, wie das Leben in meinen Körper zurückkehrt, ich höre undeutliche Stimmen, die von weit weg zu kommen scheinen. Sie sind mir bekannt, doch meine Gedanken sind noch zu undeutlich, um sie zu kontrollieren und die Stimmen einer Person zuordnen zu können. Ich frage mich, was passiert ist, wo ich bin und wieso ich mich so schwach fühle. Mir fällt es unheimlich schwer meine Augen zu öffnen und mich umzusehen, mein Blick fällt auf eine Balkontür. Ein weißer, durchscheinender Vorhang weht dort im Wind und kräuselt sich über dem dunklen Paketfußboden. Die Balkontür steht offen, ich kann durch den Vorhang hindurch den schemenhaften Umriss einer Person erkennen, der Rauch einer Zigarette weht zu mir, es riecht nach der Marke, die Toni raucht. Ob er es wohl ist, der da draußen auf dem Balkon steht?
Die Stimmen, die ich gehört habe, kommen nicht von dort, ihr Ursprung scheint die andere Seite des Zimmer zu sein. Ich versuche meinen Kopf zu drehen, doch ich brauche zwei Anläufe und einen enormen Kraftaufwand, bis es mir gelingt. Ich fühle mich wie benommen und unter dem Einfluss eines ganzen Cocktails an Schmerzmitteln. Susen muss ihr gesamtes Arsenal aufgefahren haben, um meinen Körper derart zu betäuben. Obwohl ich mich langsam an die Verletzungen zu erinnern beginne, die Judy mir zugefügt hat, spüre ich keine Schmerzen. Das erscheint mir, nach dem was ich hinter mir habe, irgendwie unwirklich.
Ich sehen mich im Zimmer um, doch niemand ist hier, die Quellen der Stimmen müssen sich vor der Tür befinden.
„Jetzt lass mich schon durch, du halbe Portion!“, knurrt mein ältester Sohn. Sein Gesprächspartner ist sein acht Jahre jüngerer Bruder Yale:
„Nein, Vater ist noch nicht aufgewacht und Toni hat mir aufgetragen keinen durchzulassen, auch dich nicht!“
„Ist mir scheiß egal, was der Typ sagt! Geh mir sofort aus dem Weg!“, schreit Rene nun in Rage. Ich höre, wie er seinen Bruder gegen die Tür stößt. Wieso streiten die Beiden sich schon wieder und warum hat Toni angeordnet, dass niemand zu mir darf? Vor der Tür beginnen sie zu rangeln, ich kann hören, wie sie sich gegenseitig gegen die Tür, die Wand und das Geländer der Treppe stoßen. Sind die Beiden verrückt geworden? Ich versuche mich im Bett nach oben zu drücken, ich will aufstehen und sie zur Rede stellen, was der Unfug soll, doch meine Arme versagen mir den Dienst, ich bin nicht in der Lage mich mit ihnen aufzustützen.
Auf dem Balkon kann ich Schritte hören, Toni schiebt sich am Vorhang vorbei und läuft zur Tür. Seine Haltung ist angespannt und verrät mir, dass er mindestens so sauer über den Streit der Beiden ist, wie ich. Er reißt die Tür auf und sieht nach draußen.
„Was soll der Scheiß Rene? Mach hier nicht so einen Krach, dein Vater ist schwer verletzt, er braucht Ruhe, verdammt!“, flucht er. Ich versuche um die geöffnete Tür herum zu sehen, um zu erkennen, in welcher Situation sich meine Söhne befinden. Ich weiß das Yale, obwohl er der jüngere ist, seinem Bruder in Schnelligkeit und Kraft überlegen ist. Tatsächlich hat er Rene am Krangen gepackt und drückt ihn gegen das Geländer der Treppe, erst als er sich Tonis Gegenwart bewusst wird, lässt er seinen Bruder los und entfernt sich einen Schritt von ihm.
„Ich muss mit meinem Vater sprechen!“, stellt Rene sein Anliegen nun an Toni. Er rückt seinen schwarzen Anzug und seine Krawatte zurecht, um seinem Aussehen wieder Würde zu verleihen, er ist noch nie damit zurecht gekommen, dass er seinem kleinen Bruder unterlegen ist und auch wenn es offensichtlich ist, so wird sein Stolz es nie zulassen, sich das jemals einzugestehen. Er hat die Sturheit seiner Mutter, während Yale eher nach mir kommt.
„Er ist noch nicht aufgewacht!“, entgegnet Toni ihm ernst. Scheinbar hat er nicht zu mir gesehen, als er an meinem Bett vorbei gegangen ist, um zur Tür zu kommen.
„Lass ihn rein!“, werfe ich dazwischen und versuche meiner Stimme die nötige Lautstärke zu geben. Ich will wissen was Rene von mir will und warum er erst jetzt auftaucht. Eigentlich hätte er als mein Sohn bei dem Treffen dabei sein müssen, das ich vor Judys Anschlag abgehalten habe, mich interessiert, warum er sich nicht die Mühe gemacht hat zu kommen.
Die Blicke von Toni, Rene und Yale wenden sich mir zu, sie haben offensichtlich nicht damit gerechnet, dass ich dazu in der Lage bin, mich in ihren Streit einzumischen. Zähneknirschend tritt Toni bei Seite und kommt meinem Wunsch nach. Rene streicht noch einmal den Stoff seines Jacketts glatt, richtet ein letztes Mal seine Krawatte, dann geht er mit hoch erhobenem Kopf an seinem Bruder und Toni vorbei und kommt zu mir. Ich bin gespannt, was er von mir will und sehe ihn erwartungsvoll an.
„Was wird jetzt aus Mutter?“, fragt er gerade heraus. Seine Worte überrumpelt mich, ich habe bis jetzt noch keine Zeit gehabt, mir darüber Gedanken zu machen. Ihr Anschlag auf mich wiegt schwer und noch viel schlimmer ist, dass der ganze Clan Zeug gewesen ist. Ich schweige, während ich darüber nachdenke. Wenn ich der Chef der Locos bleiben will, werde ich ihr einen Mörder nachschicken müssen, wahrscheinlich auch noch den Besten, den ich habe. Mein Blick fällt unwillkürlich auf Toni, der Rene an mein Bett gefolgt ist und mit verschränkten Armen neben mir Stellung bezieht. Mit jeder Minute, die ich stumm bleibe, verfinstert sich Renes Blick. Seine Hände ballen sich zu Fäusten. Er kann die Spannung zwischen uns nicht länger aushalten und beginnt in einem lauten Ton seinem Unmut Luft zu machen:
„Scheiße! Ihr wollt sie umbringen lassen, oder?“ Er scheint mir meine Gedanken am Gesicht abgelesen zu haben. Sein Blick wechselt zwischen mir und Toni hin und her, bis er schließlich wieder an mir hängen bleibt. Immer noch sage ich kein Wort zu seinem offensichtlichen Vorwurf. Verzweiflung legt sich in seinen wütenden Blick, während er mich anfleht:
„Das kann nicht dein ernst sein Vater. Sie ist deine Frau und unsere Mutter. Sag mir, dass du ihr nichts tun wirst!“ Ich sehe meinen Sohn eindringlich an. Mich zerreißt der Gedanke meine eigene Frau töten zu müssen und meinen Kindern die Mutter zu nehmen, aber nach dem, was sie getan hat, habe ich keine Möglichkeiten mehr sie zu schützen.
Bevor ich dazu komme, eine Antwort zu formulieren, beginnt Toni zu sprechen. Er steht wie ein Fels neben mir, hart und kalt, nur seine bebende Stimmer verrät seine Erregung über dieses Thema:
„Das hat sich Judy selbst zuzuschreiben. Sie hat deinen Vater fast umgebracht, sie kann froh sein, wenn ich ihr einen schnellen und schmerzlosen Tod verschaffe.“
„Halt du dich da raus! Du bist doch der Grund, warum sie das getan hat. Nur weil du ständig mit meinem Vater rummachen musst. Was ist überhaupt los mit dir? Bist du schwul oder so was?“, faucht Rene. Mir stockt der Atem bei dem, was er sagt. Ich kann förmlich spüren, wie es in Toni zu brodeln beginnt. Bei dem Thema wird er in wenigen Sekunden die Beherrschung verlieren.
„Genug jetzt!“, werfe ich schnell und überraschend laut dazwischen. Mein Tonfall ist streng und aggressiv. Wenn ich Rene nicht gleich den Mund verbiete, werden nicht nur Judys Überlebenschancen rapide sinken.
„Deine Mutter ist von jetzt an Vogelfrei und ja, sobald einer meiner Leute ihr über den Weg läuft, wird sie die Begegnung nicht überleben!“
„Ist das dein letztes Wort?“, fragt Rene so ernst und angriffslustig, wie ich.
„Ja, sie hat drei Tage Zeit die Stadt zu verlassen, danach wird ihr jeder Killer auf den Fersen sein, den ich zur Verfügung habe!“, spreche ich die Verbannung aus.
„Dann werden deine Cleaner erst an mir vorbei müssen!“, hält Rene dagegen. Ich sehe ihn erstaunt an. Was will er damit sagen?
„Du hast schon richtig gehört!“, fügt er an, als er mir meine unausgesprochene Frage ansieht, „Ich bin raus aus der Familie! Ich lasse nicht zu, dass ihr meine Mutter umbringt. Was sie getan hat, hast du verdient. Von mir aus könnt ihr alle zur Hölle fahren!“ Seine Worte treffen mich, wie ein Faustschlag ins Gesicht, er will wirklich mir und dem Clan den Rücken kehren? Tausend Sachen schießen mir auf einmal durch den Kopf, der schlimmste Gedanke bleibt mir im Gedächtnis haften. Wenn Rene sich zum Beschützer seiner Mutter aufschwingt, werde ich nicht nur meine Frau sondern auch ihn in Kürze beerdigen können. Ohne den Schutz des Clans und mit meinen Killern im Nacken, kann er nicht lange überleben. Er hat weder einflussreiche Freunde noch jemandem, dem er in so einer Situation vertrauen kann.
„Vater, bitte!“, mischt sich Yale ein. Er ist in der Tür stehengeblieben und hat alles aus sicher Entfernung beobachtet, doch als die Situation zu eskalieren droht, kommt er zu uns.
„Was willst du noch?“, knurrt Rene ihn an und lässt einmal mehr seine ungezügelte Wut an seinem jüngeren Bruder aus, „Glaube ja nicht, dass du schon gewonnen hast. Ich hol mir mein Erbe zurück, egal was im Testament steht. Ich komme wieder, verlasst euch darauf!“ Noch bevor Yale seinen Einspruch zu Ende bringen kann, läuft Rene an ihm vorbei, jedoch nicht ohne seinen kleinen Bruder beim Vorbeigehen an der Schulter anzurempeln. Als er durch die Tür aus unseren Blicken entschwindet, sehen wir ihm alle drei nach.
„Ein Wort von dir und ich lege ihn schnell und sauber um!“, flüstert Toni mir zu, so dass nur ich es hören kann. Ich schüttele schnell mit dem Kopf, noch habe ich mich nicht entschieden, was mit ihm geschehen soll. In meinem Kopf wirbeln die Gedanken so schnell durcheinander, dass ich sie nicht fassen kann. Was gerade besprochen wird, hat so viel Gewischt, dass ich die Folgen für uns noch nicht abschätzen kann.
„Vater!“, versucht es Yale erneut. Sein Blick bleibt auf die Tür gerichtet, während er mit ungewohnt monotoner Stimme fortfährt, „Hab ich die Erlaubnis ihm nach zu gehen? Ich will versuchen mit ihm zu reden und ihn wieder zur Vernunft zu bringen.“ Erst als seine Worte verstummen, sieht er wieder zu mir. Ich sehe ihm an, dass ihn die Situation ebenso überfordert, wie mich. Auch er ist dabei einen Teil seiner Familie zu verlieren und doch ist er nicht bereit kampflos aufzugeben. Ich spüre, wie mein Stolz auf ihn, einmal mehr von mir Besitz ergreift. Seine Idee finde ich gut, auch wenn ich weiß, dass er der Letzte ist, auf den Rene hören wird, aber zumindest verschafft er mir damit etwas Zeit, mich neu zu ordnen und die Situation zu überschauen, bevor ich mich entscheiden muss.
„Tu das!“, gebe ich ihm die Erlaubnis. Er nickt mir verstehend zu, dann entfernt er sich von uns. Seine Schritte sind langsam, doch je weiter er geht, um so schneller wird er. Als er im Flur vor der Tür verschwunden ist und seine Schritte auf der Treppe verhallen, atme ich erschwert durch. Das alles ist mir zu viel, besonders in meinem geschwächten Zustand. Langsam kann ich verstehen, warum Toni angeordnet hat, dass niemand zu mir darf. Ich fühle mich völlig überfordert, um alle wichtigen Entscheidungen in diesem Zustand zu treffen.
„Toni, tu mir einen Gefallen und mach die Tür zu. Ich muss mit dir reden und will nicht, dass uns jemand zuhört“, bitte ich meinen Freund. Toni braucht einen Moment, scheinbar gehen auch ihm tausend Sachen durch den Kopf. Schließlich setzt er sich in Bewegung, er schließt die Tür, dann sieht er etwas unschlüssig zu mir zurück.
„Setzt dich zu mir!“, bitte ich ihn und merke, wie meine Stimme mit jedem Wort leiser wird. Ich kämpfe die wachsende Müdigkeit bei Seite, die mich nach dieser Aufregung zu überwältigen droht. Toni kommt meinem Wunsch nach und setzt sich zu mir auf den Rand meines Bettes. Er sieht mich nicht an, während er seine Hände auf die Knie bettet und mit seinen Fingern ringt.
„Ich weiß, dass es dir unter den Nägeln brennt die Beide über den Haufen zu schießen!“, erkläre ich ihm, dass mir seine Gedankengänge nicht entgangen sind.
„Ich verstehe nicht, was es da noch zu überlegen gibt. Judy hat dich fast umgebracht und wenn Rene unseren Leuten steckt, dass wir ein Verhältnis miteinander haben, sind unsere Tage bei der Mafia gezählt, dann können wir gleich mit Betonschuhen in den Hudson springen.“ Ich weiß, dass er recht hat, aber die Entscheidung ihn hinter meinem Sohn und meiner Frau herzuschicken, mit der sicheren Gewissheit, dass er seinen Job auch erledigen wird, fällt mir nicht leicht. Sie sind doch meine Familie, Rene ist mein eigen Fleisch und Blut.
„Ich bezweifle, dass irgendwer Rene Glauben schenken wird. Alle wissen, dass er nur auf das Erbe aus ist und ihm dafür jedes Mittel recht ist. Sie kennen mich doch und meinen verschwenderischen Umgang mit Frauen“, versuche ich dagegen zu halten.
„Es reicht, wenn ihm einer glaubt. Das Gerücht ist immerhin schon lange genug im Umlauf!“ Ich seufze schwer, ich fühle ich mich ratlos und verloren.
„Was soll ich jetzt tun?“, will ich von ihm wissen, auch wenn ich die Antwort bereits kenne, habe ich das Gefühl, sie noch einmal von ihm hören zu müssen. Ihm kommt ebenfalls ein Seufzer über die Lippen, bevor er mir antwortet:
„Enrico, der ganze Clan war anwesend, als sie dich aufgeschlitzt hat. Du hast keine Wahl, wenn du dein Gesicht nicht verlieren willst. Sie hat den Paten angegriffen, misshandelt und fast getötet, die einzige Antwort darauf, kann nur der Tod sein. Ich bin mir sicher Judy weiß das und hat es in Kauf genommen. Sie hat das sicher schon lange geplant und ich kann mich auch nicht des Gefühls erwehren, dass Rene mit ihr unter einer Decke steckt. Warum sonst war er nicht beim Clantreffen anwesend und hat jetzt versucht ein gutes Wort für seine Mutter einzulegen, obwohl er von dem Vorfall noch gar nichts wissen kann.“ Erst mit Tonis Worten wird mir das Ausmaß der ganzen Situation bewusst. Es stimmt, auch wenn ich nicht weiß, wie lange ich bewusstlos war, ist es schon seltsam, dass Rene so gut Bescheid weiß, vielleicht ist er auch der Drahtzieher hinter all dem und das nur ein neuer Weg, doch noch an sein Erbe heranzukommen. Mit seinen letzten Worten hat er das mehr als deutlich gemacht. Mir bleibt keine Wahl. Notgedrungen beschließe ich mein Urteil offiziell zu machen.
„Folge Yale und sehe, ob er in Schwierigkeiten ist. Dann sag unseren Leuten, dass ich meiner Frau drei Tage Zeit gebe die Stadt zu verlassen, danach hefte dich mit meinen besten Cleanern an ihre Fersen. Setzt sie noch einmal einen Fuß in meine Stadt, dann legt sie um!“ Höre ich mich selbst sagen, ich habe das Gefühl neben mir zu stehen, alles erscheint mir so unwirklich. Ich verschließe meine Augen vor dieser Realität, während ich spüren kann, wie alle Gefühle in mir abstumpfen. Ich vermeide es, über die Folgen meiner Entscheidung nachzudenken. Mit ihrem Anschlag hat Judy ihre Schicksal besiegelt, das muss sie gewusst haben und hat es in Kauf genommen, nun ist es an ihr, mit den Konsequenzen zurecht zu kommen und wie ich meine Frau kenne, hat sie auch dafür einen Plan. Wahrscheinlich hat sie längst die Stadt verlassen und wird unter einem falschen Namen, ein neues Leben anfangen. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie mein Leben ohne sie und meinen ältesten Sohn aussehen wird, doch ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ich mich damit auseinander setzen muss. Weder mein Verhältnis zu Rene, noch meine Ehe mit Judy sind rosig gewesen.
Ich höre, wie Toni sich erhebt und mein Zimmer verlässt, ich sehe ihm nicht nach, als er geht. Er weiß, was er zu tun hat und er hat sich sicher schon einen Plan zurecht gelegt, um die Situation zu regeln. Ich vertraue darauf, dass er weiß, was er tut und was das Beste ist, ich muss einfach, denn ich fühle mich nicht in der Lage, mich noch länger wachzuhalten. Susens Schmerzmittelcocktail setzt mir zu, ich kann mich nicht länger auf meine Gedanken konzentrieren, seufze wünsche ich mir aus diesem Alptraum zu erwachen.

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Zuletzt von Enrico am Fr Jul 13, 2012 7:02 am bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~   Do Jun 21, 2012 12:56 pm

Mal abgesehen davon, dass ich Judys Tat vor Jahren noch nicht kannte, bzw. gesehe habe, ist der ganze Rest bereits seit 2009 in mir drin.
Ich wusste damals schon, warum und wieso das alles geschehen ist, nur war ich mir noch nicht ganz schlüsssig. Als ich die Bilder damals gesehen habe, tauchte Judy auch mit drin auf. Und auch das Gefühl, dass sie und Rene zusammengearbeitet haben.
Ich denke mal, dass das auch einer der Gründe ist, wieso ich über Judy nie gerne rede. Weil sie am Ende mit daran Schuld hatte, dass ich in deinen Armen gestorben bin. Sie hat das ganze eingefädelt und wollte sich an uns beide rächen. An dir, mit ihrer Tat. An mir, wenn du dabei gestorben wärst.
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BeitragThema: Re: 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~   Do Jun 21, 2012 3:21 pm

Das würde zu ihr passen, das sie uns genau so strafen wollte.
Ok, dann scheint das ja gestimmt zu haben, ich habe es, obwohl ich dachte es noch nicht genau zu sehen, innerhalb von zwei Stunden in einem Zug geschrieben. Die Bilder kamen dann während des Schreibens obwohl mir Christina oft dazwischen geredet hat. Seh gerade das viele Fehler drin waren. Hab das noch zwei Mal überarbeitet.

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BeitragThema: Re: 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~   Fr Jun 22, 2012 8:30 am

Was ich gestern noch vergessen habe zu schreiben, ist, dass ich Rene genauso kenne und die Situation mit Yale, kommt mir sehr bekannt vor. Rene mit seiner selbgefälligen Art und Weise. Du hast ihn treffend beschrieben. Besonders mit seinem Anzug und Krawatte.
Am liebsten hätte ich ihm die Vistiten gelesen, aber der Kerl hat ja noch nicht einmal auf seinen Vater gehört. Yale war ein lieber Junge, und es hätte nie dazu kommen müssen.
Er hat unter Rene ganz schön leiden müssen.

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BeitragThema: Re: 2. Kapitel ~Ein abgekartetes Spiel~   Fr Jun 22, 2012 11:48 am

Ja, das hat Yale, er hat mir oft sehr leid getan aber trotzdem hat er sich immer wacker geschlagen und nie aufgegeben. Er hat auch nie ein schlechtes Wort über seinen Bruder verloren, obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte. Was Rene angeht, so hatte ich ihn beim Schreiben zum ersten mal als Erwachsenen Mann vor Augen. Er war eigentlich immer übertrieben elegant gekleidet, wohl um seinen schlechten Charakter wett zu machen.

Auch wenn es Yale am Ende nichts genützt hat, war ich froh darüber, dass er mental und auch körperlich stärker war als Rene, sonst hätte er das mit Rene sicher nicht ausgehalten.

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