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 1. Kapitel ~Judys Rache~

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Enrico
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BeitragThema: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Sa Jun 18, 2011 2:37 pm

1. Kapitel
~Judys Rache~

Sie kommt in unser Zimmer wie immer und doch ist etwas anders als sonst. Ihr Blick ist zu allem entschlossen auf mich gerichtet. Ohne Umwege kommt sie auf mich zu. Sie drängt mich an den Rand unseres Ehebettes. Mit beiden Händen stößt sie mir gegen den Oberkörper und wirft mich auf das Bett. Ich sehe sie verwirrt an, es ist lange her, dass ich ihr Verlangen nach mir so deutlich zu spüren bekomme. Sie packt meine Hände an den Gelenken und fixiert sie rechts und links neben meinem Kopf. Ihr schlanken Beine gleiten lautlos auf die Bettdecke. Sie hockt sich auf mich und verlagert ihr Körpergewicht auf mich. Noch immer sehe ich sie verstört an und kann nicht glauben, was hier geschieht. Sie hat mich die letzten Wochen spüren lassen, wie wenig sie von mir hält. Jedes Mal, wenn ich ihr zu nah komme, stößt sie mich von sich, doch jetzt ist ihr Blick voller Begierde. 
“Judy?”, frage ich sie. Ich will wissen, was in sie gefahren ist, doch sie verschließt mir den Mund mit ihren Lippen. Sie beginnt mich wild zu küssen. Ihre Zunge sucht nach meiner. Als sie sich gefunden haben, spielen wir miteinander. Ich vergesse, was ich sie fragen will und erliege ihren Küssen. 

Sie legt mir etwas kaltes um die Handgelenke, ich sehe beiläufig zur Seite, um zu erkennen, was sie da tut. Sie schnallt meine Arme mit zwei Handschellen an unserem Bett fest. Ich ziehe eine Augenbraue in die Höhe, als ich sie wieder ansehe. Mein Herz schlägt immer schneller, ich traue ihr nicht. So etwas tut sie nur, wenn sie sauer auf mich ist, oder ich nicht bereit bin mit ihr zu schlafen. 
Ihr Blick wird gefährlich, ein triumphierendes Lächeln bildet sich auf ihren vollen Lippen. Sie lässt von meinen Handgelenken ab und beugt sich nach hinten. Ich spüre ihre Hände an meinen Fußknöcheln, sie bindet etwas darum und zieht es fest zusammen. Ich versuche meine Beine aus ihrem Griff zu befreien, zur Strafe schlägt sie mir mit der flachen Hand in den Schritt. Ich zucke zusammen und beiße mir auf die Unterlippe. 
“Du gehörst mir!”, lässt sie mich herausfordernd wissen und zieht die Stricke um meine Knöchel straffer. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich befreien will, oder geil und aufregend finde, was sie tut. Es interessierte mich, was sie sich für mich ausgedacht hat, also beschließe ich sie gewähren zu lassen. 
Nach dem Judy die Stricke am anderen Ende des Bettes festgezogen hat, prüft sie noch einmal, ob die Knoten halten, dann sieht sie mit einem gefährlichen Grinsen zu mir zurück. Sie beugt sich über mich und beginnt mein Hemd zu öffnen, erst den ersten, dann den zweiten, mit jedem weiteren Knopf werden ihre Finger geschickter. Mein Atem beschleunigt sich, ich sehe sie erwartungsvoll an, als sie fertig ist und den Stoff bei Seite schiebt. Was wohl jetzt kommt? Wird sie mir auch noch die Hose öffnen? Ihre Hände gleiten zurück an ihre eigenen Schultern, sie streicht sich über den Oberkörper und beginnt sich dabei wie eine Schlange zu winden. Ganz langsam fährt sie sich über den Busen und abwärts über ihren Bauch bis zum Gürtel ihrer Hose. Ich rechne fest damit, dass sie sich nun ausziehen wird, doch stattdessen zieht sie etwas glänzendes zwischen Hosenbund und ihrem geschmeidigen Körper hervor. Ich erkenne das Messer erst auf den zweiten Blick. Meine Augen weiten sich, ich ziehe die Luft erschrocken ein. 
Sie legt den Zeigefinger auf die Spitze des Messers und betrachte lustvoll die Klinge, ich muss schwer schlucken. Was hat sie vor? Ich hole Luft, um ihr diese Frage zu stellen, doch sie kommt mir zuvor:
“Was hast du heute schönes getrieben, mein Liebster?” Mir stockt der Atem, sie weiß etwas, ich bin mir nur nicht sicher was genau es ist. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten genug getan, um sie wütend zu machen, aber gerade heute? Ich schweige und denke nach, was sie meinen kann. 
“Überlege dir deine folgenden Worte gut, es könnten deine letzten sein!”, droht sie und dreht das Messer in ihrer Hand. Ein schelmisches Grinsen schleicht sich auf meine Lippen. ich kann nicht ernst bleiben, wenn sie mir droht. Ihr Blick verdunkelt sich, sie zieht den Arm zurück und holt aus, sie rammt das Messer neben mir ins Kissen. Geschockt sehe ich sie an, mein Herz schlägt mir bis zum Hals, das Grinsen vergeht mir. Sie beugt sich über mich, so tief, dass sich unsere Lippen fast berühren. Ihre Augen funkeln, wie bei einer Raubkatze auf der Jagd. 
“Du hast heute mit Toni geschlafen, erinnerst du dich?”, flüstert sie mir auf die Lippen. Ich sehe sie erschrocken an. Woher weiß sie davon, hat sie uns etwa beobachtet? Ich will etwas sagen, doch mir fällt nicht ein was. Wenn sie uns wirklich gesehen hat, gibt es ohnehin nichts, womit ich mich noch verteidigen kann. Meine einzige Rettung besteht darin sie heiß zu machen und sie mit Sex zu beschwichtigen, so wie ich es schon oft getan habe. Ich lehne mich vor und küsse ihre nahen Lippen. Je weniger wir über dieses Thema sprechen, um so besser für mich. Mit ihrer linken Hand fährt sie mir sanft durch die Haare. Sie erwidert meinen Kuss leidenschaftlich, ihre Finger vergräbt sie fester in meinem Haaransatz und zieht meinen Kopf grob zurück, bis sich unsere Lippen wieder von einander trennen. 
“Du hast mich das letzte Mal betrogen!”, haucht sie mir auf die Lippen. Ihre Stimme ist für das, was sie zu sagen hat viel zu sanft und ihr Grinsen passt nicht zur Situation. Etwas irres haftet ihr in diesem Moment an. Mein Herz trommelt gegen meine Rippen und meine Hände werden feucht. Ich kenne sie gut genug, um zu wissen, dass sie schon Männer für weniger getötet hat. Ich muss schnell eine Ausrede finden, irgend etwas, dass ich ihr sagen kann, damit sie von mir ablässt. 
“Judy, ich …”, beginne ich, doch sie presst mir ihre Hand auf den Mund. Das Messer zieht sie aus dem Stoff des Kissens und drückt es mir an die Kehle. Ich spüre das kalte Metall, wie es sich in meine Haut schneidet. Ich drehe den Kopf weg, doch sie drückt ihn zurück. Ihre Lippen kommen mir wieder näher, ich spüre ihren heißen Atem im Gesicht.
“Sch … sch …, du brauchst nichts mehr zu sagen. Ich weiß auch so, was für ein verlogenes Arschloch du bist.” Ihre Stimme ist weich, mit ihrer Hand fährt sie mir sanft durch die Haare. Ihre Berührungen lassen mich erzittern, nur ihr finsterer Blick passt zu ihren Worten. 
Sie greift unter das Kissen neben mir und zieht eine Rolle Panzertape hervor. Hat sie das etwa schon viel länger geplant gehabt? Sie reißt ein Stück mit den Zähnen ab und klebt es mir über den Mund. Erst jetzt wird mir der Ernst meiner Lage wirklich bewusst. Ich werde nicht mal um Hilfe rufen können. Ich muss mich befreien, bevor es zu spät ist. Ich versuche mich aus den Handschellen zu winden, während ich die Beine anziehe, um meine Füße zu befreien. Es klappt nicht, Judy weiß wie sie mich verschnüren muss, damit ich mich nicht mehr befreien kann. Ich sehe mich hilfesuchend im Raum um, aber da ist nichts, was mir helfen könnte. Mein Blick fällt wieder auf sie, ihr Grinsen ist breiter geworden. Meine Hilflosigkeit gefällt ihr, sie legt ihren Kopf neben meinen und flüstert mir voller Genugtuung zu: 
“Noch einmal wirst du mir gehören und dann niemandem mehr!” Ist das eine Mordandrohung? Mittlerweile traue ich ihr alles zu. 
Sie zieht das Messer an meinem Hals entlang. Ich spürt, wie warmes Blut der Spur folgt, die es hinteräßt, ich zuckt zusammen und versuche der Klinge zu entgehen. Die Wunde brennt, aber es lässt sich aushalten. Während ich immer weiter von der Klinge wegrücke, legt sie sich mit ihrem ganzen Körpergewicht auf mich. Mir ist wie ersticken, mir reicht die Luft nicht mehr, die ich durch die Nase und unter der Belastung durch ihren Körper bekomme. 
Als ich mich nicht mehr bewegen kann, schneidet sie mir mit dem Messer durch den Oberkörper. Immer wieder schräg von oben nach unten, immer wieder durch die selbe Wunde, die dadurch mit jedem Mal tiefer wird. Ich ziehe die Luft ruckartig ein und werfe den Kopf zurück. Es brennt entsetzlich, ich lehnt mich gegen ihr Gewischt und versuche sie von mir zu drücken, aber es bringt nichts. Ich habe nicht genügend Bewegungsfreiraum, um die nötige Kraft aufzubringen.
“Du entkommst mir nicht!”, läßt sie mich wissen und belächelt meinen Versuch. Ich sehe sie finster an, nicht bereit jetzt aufzugeben. Wieder versucht ich mich unter ihr weg zurollen. 
“Lass es!”, knurrt sie mich an. Sie zieht das blutige Messer aus der Wunde und rammt es mir mit der Spitze voran in den Oberarm. Ich bäume mich vor Schmerzen auf, während sie mich mit ihrem Körper zurück drückt. Ich will schreien, doch es geht nicht. Tränen schießen mir in die Augen. Es gelingt mir nicht sie zurück zu halten, heiß laufen sie mir über die Wangen. 
Judys finstere Mine lockert sich auf, zufrieden mit sich, sieht sie mich an. 
“Ohhhr, hat das weh getan? Gut so!” Mit ihren letzten Worten verdunkelt sich ihr Blick wieder. Sie zieht das Messer mit einem Ruck aus der Wunde. Ich stöhnt auf und ziehe die Luft immer heftiger ein, um den Schmerz zu ertragen. Meine Zähne knirschen, so fest beiße ich sie aufeinander. Immer mehr Tränen rollen meine Wangen hinab, während ich die Klinge an meinem Oberkörper spüren kann. Ich habe den Angriff auf meinem Oberarm noch nicht einmal verkraftet, als sie schon wieder neue Schnitte durch meinen Brustkorb zieht. Meinen Kopf werfe ich hin und her und versucht nach ihr zu treten, doch die Seile halten meiner Panik stand. 
Während sie immer tiefere Schnitte durch meinen Oberkörper zieht, beginnt sie sich auf mir zu bewegen. Ich spüre ihre heiße Mitte über meinem Schoß. Ihr macht dieses Spiel nicht nur Spaß, es scheint sie auch noch zu erregen. Lustvoll beginnt sie zu stöhnen, während sie auf mir auf und ab rutscht. Das Blut läuft mir über den Bauch und durchtränkt die Decke und das Lacken unter mir. Als sie die Wunden, die sie schneidet, nicht mehr sehen kann, legt sie das Messer zur Seite. 
Mit ihren Fingernägeln krallt sie sich in meinen Oberkörper und zieht sie durch ihn hindurch. Ihr Stöhnen wird lauter, während sie sich immer schneller auf mir bewegt. Schweiß läuft mir die Stirn hinab und rollt mir über das Gesicht. Sie soll endlich damit aufhören, ich halte das nicht länger aus. Immer wieder vergräbt sie ihre Fingernägel in meinen Wunden. Ich werfe mich verzweifelt hin und her und winde mich unter ihr vor Schmerzen. Ich will schreien, aber ich kann nicht. Sie weiß das Tonis im Haus ist und das er nicht zögern wird, nach dem Rechten zu sehen, sollte er meine Schmerzensschreie hören. Hilfesuchend sehe ich auf die Tür, doch keine kommt durch sie zu uns.
Ich spürt Judys heißen Atem an meinem Ohr.
“Er wird nicht kommen, um dich zu retten. Du gehörst jetzt mir”, flüstert sie mir zu und greift nach dem Messer. Ich sehe sie flehend an, in der Hoffnung ihr Mitgefühl zu wecken und weiß im selben Moment, dass es zwecklos ist 
“Du wirst nie wieder in den Armen eines anderen Menschen liegen, dafür sorge ich!”, versichert sie mir und zieht einen neuen tiefen Schnitt durch meinen Brustkorb, von der Schulter bis zum Bauchnabel. Der Schmerz raubt mir fast den Verstand, mein ganzer Körper beginnt unkontrollierbar zu zittern. Immer mehr Tränen überfluten meinen Blick und laufen mir die Wangen hinab. Mein ganzer Körper brennt wie Feuer. Ich verfluche mich dafür, dass ich mich von ihr habe verführen und anbinden lassen, ich habe doch gleich gespürt, dass sie etwas im Schilde führt. 
Immer heftiger reibt sie sich an mir, ihr Stöhnen tut mir in den Ohren weh. Zornig sieht sie an mir hinab, egal was sie auch tut, in meinem Schritt tut sich nichts und das scheint sie wütend zu machen. 
“Du bist echt zu nichts zu gebrauchen!”, faucht sie mich an. Glaubt sie etwa wirklich, dass ich mit diesen Schmerzen einen hoch bekomme? Judy dreht das Messer in ihrer Hand, sie rutscht ein Stück meine Schenkel hinab und schneidet mir quer durch den Schritt. Sie durchtrennt den Stoff der Hose und Unterhose. Ich spürt das Metall durch das Fleisch meines Penis schneiden. Mir stockt der Atem, kalter Schweiß läuft mir über den ganzen Körper. Ich versuche Luft zu holen, doch es geht nicht. Mir wird immer kälter, während sich meine Hose mit warmem Blut füllt. Meine Gliedmaßen werden schwer, als wenn sich große Steine auf sie legen würden. Ich kenne dieses Gefühl und dass unerträgliche Zittern dabei, ich bin schon mehr als einmal fast verblutet. Nimmt sie meinen Tod wirklich in kauf? Wie besessen schneidet sie mir dem Messer meiner Oberschenkel auf, bis die Hosenbeine blutrot ist. Ich winde mich unter ihr, bis die Kraft gänzlich aus meinen Gliedern weicht. Meine Tränen versiegen, mein Blick klart sich auf. Ich sehe meine Frau traurig und fassungslos an. Mir ist klar, dass ich es nicht besser verdient habe, aber ich begreife trotzdem nicht, dass sie zu so etwas in der Lage ist. Wir haben uns einmal geliebt und nun ist nur noch Hass übrig. Judys Blick richtet sich auf mich, der traurige Ausdruck in meinen Augen scheint sie zu verwirren, denn sie lässt von mir ab. Sie mustert mein Gesicht einen Moment lang und scheint über etwas nachzudenken. Ich zwinge mir ein wehmütiges Lächeln ins Gesicht, während ich versuche mich an all die schönen Tage mit ihr zu erinnern. Für den Hauch einer Sekunde, glaube ich auch auf ihrem Gesicht ein Lächeln erkennen zu können, doch es vergeht so schnell, wie es aufgetaucht ist.
Ihr Griff um das Messer wird fester, ich sehe das Weiß an ihren Fußknöcheln hervortreten, sie holt aus und sticht es mir in den Oberschenkel. 
“Hoffentlich verreckst du daran!”, knurrt sie mich an. Tränen haben sich in ihren Augen gebildet. Ich habe das Gefühl, dass sie das nicht mehr ernst meint, trotzdem scheint sie ihre Tat keineswegs zu bereuen. Ohne mich noch einmal anzusehen, geht sie zur Tür.
Ich ziehe heftig die Luft durch die Nase ein, aber der Schmerz wird nicht erträglicher. Während ich nach Atem ringe, öffnete sie die Tür. Als sie geht, lässt sie sie offen stehen.
Ich kann sehen, wie sie im Flur auf Toni trifft, die beiden tauschen wie immer hasserfüllte Blicke aus. Judy geht einen Schritt auf ihn zu, dann wischt sie ihre blutigen Hände an seinem weißen Hemd ab. Tonis Blick folgt ihr, während sich seine Augen erschrocken weiteten. 
“Geh nur und versuch deinen Liebsten zu retten, wenn du kannst!”, weist sie ihn an. Ihr Stimme ist arrogant und gehässig und trotzdem glaube ich, sie wünscht sich tatsächlich, dass ich ihren Angriff überlebe. Sie sieht noch einmal in meine Richtung. Ich bemerke ihren gläsernen Blick, dann rennt sie davon. Verstört sieht Toni ihr nach, er braucht einen Moment um zu begreifen und in meine Richtung zu sehen. Seine Stirn wirf Sorgenfalten, er wendet seinen Blick zurück in den Flur, in dem Judy verschwunden ist. Ich kann sehen, wie sich seine Hände zu Fäusten ballen. Sicher will er ihr nach, um sie für ihre Tat zu richten. 
Ich sehe ihn flehend an, in der Hoffnung, dass er von seinen Rachegedanken ablässt und zu mir kommt. Ich will so nicht sterben. Wenn ich wenigstens nach ihm rufen könnte, aber mein Mund bleibt fest vom Klebeband verschlossen. 
Schließlich setzt Toni sich in Bewegung, erst sind seine Schritte langsam. Noch immer hat er den Blick in den Flur gerichtet, als wenn er sich noch nicht gänzlich entschieden hat, zu mir zu kommen. Doch als er beim Näherkommen das ganze Ausmaß der Verletzungen erahnen kann, beschleunigt er seine Schritte. Er bleibt direkt neben meinem Bett stehen, während er mich mit aufgerissenen Augen mustert, scheint er noch einen Moment zu brauchen, um handeln zu können. Ich werfe ihm einen verzweifelten, hilfesuchenden Blick zu, zu mehr bin ich im Augenblick nicht in der Lage. Schließlich löst er sich aus seiner Schockstarre. 
"Scheiße!", flucht er und suchte mit der rechten Hand nach seiner Waffe im Hosenbund, er zieht sie und zerschießt damit die Handschellen. Dann greift er nach dem Messer in meinem Oberschenkel und zieht es mit einem ruck aus der Wunde. Ich zucke zusammen, doch es ist nichts gegen den Schmerz in meinem restlichen Körper. Mit dem Messer durchtrennt er die Seile an meinen Knöcheln, die Geduld die Knoten zu öffnen, hat er nicht.
Als ich endlich von meinen Fesseln befreit bin, ziehe ich Arme und Beine an und rolle mich vor Schmerzen wie ein Embryo ein. Kalter Schweiß rinnt mir den Rücken hinab und läuft mir von der Stirn ins Gesicht. Meine Muskeln beginnen unkontrolliert zu zucken und verkrampften sich zunehmend. Ich spüre, wie Toni sich mit einem Knie in die Matratze hinter mir drückt und sich über mich beugt, er zieht mir das Panzertabe vom Mund und dreht mich an der Schulter wieder zu sich. 
"Scheiße man, was hat das Weib mit dir gemacht?", will er rein rhetorisch wissen. Sein Blick wird gläsern, während er mich betrachte. Von dem Tab befreit, atme ich einige Male scharf ein und aus, bis sich meine Lungen mit genügend Sauerstoff gefüllt hat. 
"Arrg!", bringe ich zunächst nur einen gequälten Ton heraus. Ich hole noch einmal tief Luft, dann brülle ich mein Leid in einem kehligen Schmerzensschrei hinaus. Tonis Blick wird schmerzerfüllt, beinah so, als wenn er spüren kann, was ich fühle. Er weiß nicht, um welche Verletzung er sich zu erst kümmern soll. Mein ganzes Bett ist bereits blutrot und muss einem verheerenden Schlachtfeld gleichen. Ich ziehe die Arme enger um meinen Oberkörper zusammen, während ich mich selbst hin und her wiege. Toni müsste mir die Arme mit Gewalt wegreisen, um sich um die Wunden darunter zu kümmern, denn meine krampfenden Muskeln entziehen sich meiner Kontrolle. 
"Susen!", höre ich ihn auf einmal rufen. Ich spüre, wie seine Hände unter meinen Körper fahren und er mich in seine Arme hebt. Er wartete keine Antwort meiner Schwägerin ab, sondern trägt mich zur Zimmertür. Ich habe gar nicht gewusst, dass sich Susen heute bei uns aufhält, ob Judy auch das mit eingeplant hat, dass sofort ärztliche Hilfe vor Ort ist? Hieß das, ich werde nicht sterben müssen? Mir wird schlecht bei dem Gedanken, ich bin nicht bereit hier und jetzt den Löffel abzugeben, aber ich spüre, wie die Kraft ganz langsam aus meinem Körper strömt. Das Blut läuft mir vom Oberkörper und sammelt sich in meiner Hose und den Hosenbeinen. Ich ringe nach Atem, um mir in einem erneuten Schmerzensschrei Erleichterung zu verschaffen.
Toni verläßt mit mir mein Zimmer und folgte dem Flur zur großen, mit rotem Teppich ausgelegten Treppe, er trägt mich ins Erdgeschoss und läuft ohne Umwege ins Wohnzimmer. Die Tür dorthin steht offen, hinter ihr dringen mir die Stimmen unserer Freunde und Geschäftspartner entgegen, die sich fröhlich unterhalten und erst verstummen, als sie mich erneut schreien hören. 
"Susen!", ruft Toni noch einmal und wieder bekommt er keine Antwort. Als wir die Tür erreichen, tritt er sie mit dem Fuß ganz auf und läuft in den weitläufigen Raum dahinter. Sofort richten sich alle Blicke auf uns. Entsetzt werden wir angestarrt, während Toni sich nach Susen umsieht. Keiner spricht mehr ein Wort, alle scheinen in ihrer Bewegung eingefroren zu sein, nur Toni nicht, er hatte Susen auf dem großen Ledersofa, links im Raum, ausgemacht und läuft ohne Umwege zu ihr. Auch ihr ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, doch im Gegensatz zu den Anderen, steht sie sofort vom Sofa auf und macht Toni Platz, damit er mich dort ablegen kann. Sie braucht nur Sekundenbruchteile, um die Situation einzuschätzen, es ist nicht das erste Mal, dass Toni mich schwer verletzt zu ihr bringt. Während er vor dem Sofa zum Stehen kommt, scheucht sie meinen Bruder hoch, der für den Moment wie gelähmt scheint und nicht sofort reagieren kann.
"Raphael! Los steh auf! Hol meinen Koffer von nebenan. Yale hol einen sauberen Lappen und mach Wasser heiß! Anette such irgendwelchen hochprozentigen Alkohol, das härteste Zeug, dass du finden kannst!", verteilt sie Anweisungen. Sofort ist die ganze Halle von hektischer Aufregung erfüllt. Eilige Schritte verteilten sich im Raum, nach und nach erwacht jeder aus dem anfänglichen Schockzustand. Die, die von Susen keine Aufgabe erhalten haben, kommen zu uns, sie verteilen sich um das Sofa herum und stellen alle die selbe Frage, die Susen schließlich am lautesten Formuliert:
"Was ist passiert?" Ich habe nicht die Nerven ihnen zu Antworten. Mit aller Kraft kämpfe ich gegen die wachsende Ohnmacht an, mir ist eiskalt, trotz des Feuers im Kamin, während mir der Schweiß aus allen Poren quillt und in meinen Wunden brennt. Ich werfe den Kopf hin und her, während ich in einem erneuten Schmerzensschrei ausbreche. 
"Judy hat ihn so zugerichtet! Ich habe keine Ahnung warum!", antworte Toni an meiner Stelle. Sein Atem rast und seine Worte überschlagen sich. Mit zitternden Armen legt er mich auf dem Sofa ab. Das kalte Leder lässt mich erschaudern, ich spüre, wie mir die Übelkeit wieder den Magen hinaufkriecht, doch in ihm ist nichts, was ich erbrechen könnte. Ich würge und beginne zu husten, die Erschütterung lässt mich erneut aufschreien.
"Toni nimm seine Arme da weg, ich kann gar nichts sehen!", weißt Susen ihn an. Toni zögert kurz, bis Susen ihre Aufforderung ernst wiederholt:
„Toni jetzt mach schon!“ Schließlich packt er meine Arme an den Handgelenken und zieht sie von meinem Oberkörper weg. 
"Ahhhrg!", schreie ich noch lauter. Meine Haut dehnte sich und die Wunden klaffen weit auf, der Schmerz raubt mir die Sinne. Die Geräusche um mich herum stumpfen ab, mein Blick trübt sich, als mir die Tränen in die Augen schießen. Ich versuche meine Arme aus Tonis Griff zu befreien, um sie wieder an meinen Oberkörper zu pressen und so die Schmerzen zu lindern, doch sein Griff ist eisern.
"Verdammt, sind die tief!", knurrt Susen. Ihre Worte machen mir Angst, ich will nicht sterben! Als Susen sich über mich beugt, ziehe ich die Beine noch enger an. Ich spüre, wie sie den Gürtel meiner Hose öffnet und aus den Schnallen zieht. Sie reißt den Knopf und den Reißverschluss auf. Ich fühle, wie das Blut, dass sich in meiner Unterhose gesammelt hat, nun zutage tritt und mir rechts und links von den Hüften strömt. 
Schritte kommen näher. Ich höre, wie zwei Flaschen auf den Couchtisch abgestellt werden, scheinbar ist Anette mit dem Alkohol zurück gekommen. Ich ahne das Susen ihn als Desinfektionsmittel einsetzen will. Mir stockt der Atem beim Gedanken daran, wie höllisch diese Zeug brennen kann.
Auch Raphael und Yale haben ihre Aufgabe inzwischen erledigt und bringen heißes Wasser und Susens Arztkoffer. Glücklicherweise hat sie, in weißer Voraussicht, einen in meinem Hause gebunkert.

Während mein Sohn den Eimer mit Wasser neben dem Sofa abstellt, versucht Susen mir die Hose über die Schenkel auszuziehen, doch über meine angezogenen Beinen, kann sie sie nicht abstreifen. 
"Enrico, mach die Beine lang!", fordert sie mich auf, doch ich bringe nur einen ächzenden Ton heraus. Ich hallte es nicht aus, wenn ich die Beine ausstrecken muss. Susen scheint das zu erkennen, denn sie besteht kein weiteres Mal darauf, sondern wendet sich gleich an meinen Bruder:
"Raphael, nimm seine Beine, wir müssen irgendwie die Hose da runter bekommen, damit ich an die Schnitte ran kann!" Mein Bruder folgt ihrer Anweisung und packt meine Fußknöcheln. Ich stemmte mich gegen seinen Zug, doch er hat mehr Kraft als ich. Wie ein wildes Raubtier schlagt sich der Schmerz durch meine Oberschenkel und den Unterleib und beißt sich dort unbarmherzig fest. 
"Arghhh ....... Ahhh ... Ahhh .. Ah!", schreie ich in immer kürzeren Abständen. Erst als Susen mir den Stoff von den Schenkeln zieht, bleibt mir die Luft zum Atmen weg. Alles um mich herum beginnt sich zu drehen, die Übelkeit überkommt mich erneut, als ich spüre, wie sich mein warmes Blut auf dem Sofa unter mir verteilt. Nachdem Susen mir auch noch die Unterhose von den Schenkeln zieht, bin ich nah daran mich zu übergeben, doch mehr als kurz zu würgen, bringe ich nicht zustande.
Susen wäscht den Lappen im heißen Wasser aus, ich höre wie es im Eimer hin und her schwappt. Sie entschied sich dafür zunächst die Schnittwunden in meinem Schritt zu säubern, um zu sehen, was Judy dort angerichtet hatte. Als der heiße Stoff des Lappens die offenen Wunden berührt und über sie streicht, beginne ich gegen den Griff von Toni und Raphael zu rebellieren. Ich will mich einigeln, keiner soll diese Stelle je wieder berühren. 
"Neeeeinnnn!", schreie ich verzweifelt und trete nach den Händen meines Bruders, die mich festhalten. Raphael verliert mich für einen Moment aus seinem Griff und auch Toni hat Schwierigkeiten meine Arme zu fixieren. 
"Verdammt, haltet ihn fest!", knurrt Susen aufgebracht. Ich ziehe meine befreiten Beine an, um meine brennenden Wunden vor ihr zu schützen, doch nicht für lange. Raphael packt meine Knöchel erneut und lässt sich von Yale beim Festzuhalten helfen. Gemeinsam drücken sie mein Waden auf das Sofa und stemmen ihr ganzes Gewicht auf sie, um mich ruhig zu halten. Ich sehe keine Chance mehr, mich zu befreien und stemme mich nur noch mehr gegen Tonis Griff. Auch ihm muss einer unserer Freunde zu Hilfe kommen, damit ich mich nicht befreien kann. Während sie mich zu viert fixieren müssen, spüre ich wieder Susens Hand mit dem heißen Lappen über meine Schenkel wischen. Ich stemme mich gegen den harten Griff meiner Freunde und schreie auf. Wann ist sie endlich fertig damit? Das halte ich nicht mehr aus!
"Shit, das ist übel!", höre ich Susen sagen. Panik steigt in mir auf. Normalerweise muntert Susen mich immer auf, sie weißt mich lediglich an still zu halten und sagt mir dass sie mich schon wieder zusammengeflickt bekommt. Es scheint wirklich ernst um mich zu stehen, wenn selbst sie über das Ausmaß der Verletzungen erschrickt. 
"Ich will nicht sterben!", presse ich zwischen den zusammengebissenen Zähnen heraus.
"Du wirst nicht sterben und jetzt halt still und sei ruhig. Sparre dir deine Kraft!" Susens Worte klingen nicht sehr überzeugend, ihre Stimme bebt, während sie spricht. Immer mehr Tränen steigen mir in die Augen, dieses Mal nicht vor Schmerz, sondern aus Angst. Ich habe dem Tod schon so oft getrotzt, doch dieses Mal spüre ich, wie das Leben allmählich aus meinen Gliedmaßen weicht. Es fällt mir immer schwerer mich gegen den festen Druck der Hände zu stemmen, die mich festhalten. Mir ist so unerträglich kalt, obwohl ich am ganzen Körper schwitzte. 
"Anette mach mir die Flasche auf und mach eine Nadel fertig! Mach sie mit einem Feuerzeug steril!", weißt Susen ihre Assistentin an. Ich schlucke bei dem, was mir bevorsteht. Susen wird alle Schnitte desinfizieren und nähen müssen. Ich höre, wie Anette eine der beiden Flasche aufschraubt. Der beißende Geruch von Whisky tritt mir in die Nase. Ich schlucke schwer und flehe sie an:
"Bitte nicht!" Meine Stimme ist kaum mehr ein flüstern, ich erschrecke selbst darüber, wie dünn sie inzwischen geworden ist. 
Susen wischt mir mit dem Lappen das Blut vom Oberkörper und muss ihn etliche Male auswringen und neu Ansetzen. Ich winde mich unter ihrer Berührung und schnappe heftig nach Luft, während meine Schreier immer gedämpfter klingen. Bin ich jetzt nicht mal mehr in der Lage meinem Leiden Luft zu machen? Ich sehe verzweifelt in die besorgten Gesichter meiner Freunde und Familienmitglieder, alle scheinen den Atem anzuhalten. Mit den Augen suche ich Tonis Gesicht, er wendet seinen Blick von mir ab und sieht zur Seite weg, als wenn er etwas ahnte, dass er nicht mit ansehen will. Im selben Moment spüre ich warum. Susen kippt mir den Inhalt der Flasche erst über den Oberkörper und schließlich den Rest über meinen Unterleib und die Oberschenkel. Blitzartig zuckt der Schmerz durch meinen ganzen Körper. Mir bleibt die Luft weg, während sich alle meine Muskeln zusammenziehen. Ich brauche einen Moment, bis ich die angehaltene Luft in einem ohrenbetäubenden Schrei, wieder los werde. Ich höre das Echo von den Wänden widerhallen. Mein Atem rast so schnell, dass ich nicht nach komme meine Lungen mit Sauerstoff zu füllen. Eine heiß-kalte Welle flutet meinen Körper, während sich mein Bewusstsein trübt. Die Stimmen um mich herum werden undeutlich, während mir schwarz vor Augen wird. Ich spüre, wie mir der Schweiß in Strömen von der Stirn läuft und mir aus jeder Pore meines Körpers dringt. Ich beginne vor Schmerzen zu wimmern, doch Susen kannt keine Gnade.
"Eric und Calvino, helft den anderen ihn festzuhalten. Er darf sich jetzt nicht mehr bewegen können!", verteilt sie weiter Aufgaben. Ich verschließe die Augen vor dem, was mir bevorsteht. Der Druck auf meinem Körper wächst, als mich vier weitere Hände auf das Sofa drücken. Ich wünsche mir endlich das Bewusstsein zu verlieren und das alles nicht mehr ertragen zu müssen. Als Susen die Nadel in meinen Oberschenkel sticht, zucke ich zusammen. Ich verspanne mich so stark, das meine Muskeln beben und ich mich trotz der vielen Hände zu bewegen beginne. 
"Shit!", höre ich Susen immer wieder fluchen, während sie die Nadel ständig neu ansetzen muss, um zu treffen.
"Du wirst auf jeden Fall keinen Schönheitswettbewerb mehr gewinnen!", scherzt sie, doch keiner von uns kann sich auch nur ein Grinsen abringen. Der Alkohol brennt in den neu gestochen Verletzungen meiner Haut, während mir zeitgleich immer kälter wird. Mein Körper wird schwer wie Stein, die Welt um mich herum bleibt dunkel, immer kürzer werden die Abstände, in denen der Schwindel nach lässt und ich wieder etwas sehen kann. Ein summender Pfeifton macht sich in meinem Kopf breit, mir ist so schlecht, doch ich bringe nicht die Kraft auf, mich zu übergeben. Mein Kopf fällt mir kraftlos zur Seite, ich bin nicht mehr im Stand ihn anzuheben, um zu sehen, was um mich herum geschieht.
"Toni, rede mit ihm! Mach irgendwas! Er muss so lange wie möglich bei Bewusstsein bleiben", höre ich Susen stumpf durch den Nebel der nahenden Ohnmacht hindurch. Ich will gar nicht wach bleiben, mein Bewusstsein soll endlich schwinden.
Tonis flache Hand trifft mich auf die Wange, ich höre seine verzweifelte Stimme, wie sie nach mir ruft:
"Enrico! He, bleib bei uns! Enrico! Wach bleiben! Hörst du?" Immer wieder reißen mich seine leichten Schläge und mein Name aus der dumpfen Leere, die mich zu verschlucken droht. Ich ertrag das Nähen der Schnitte an meinen Oberschenkeln und auf meinem Oberkörper, ohne das Bewusst sein zu verlieren. Die Zeit scheint stehen zu bleiben und die Qual kein Ende zu nehmen. Erst als Susens Nadel in die Verletzung an meinem Penis sticht, schwinden mir gänzlich die Sinne und ich verliere mich in der Leere, nach der ich mich so sehne.

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Zuletzt von Enrico am Do Jul 12, 2012 9:29 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   So Jun 19, 2011 9:33 am

Ich wollte eigentlich erstmal nichts lesen, aber ich kam nicht drumherum.
Ich kann meine Augen nicht verschließen, das geht einfach nicht.

Zitat :
Geh nur und versuch deinen Liebsten zu retten, wenn du kannst!
der satz kommt mir schon irgendwie bekannt vor .

Alles andere, sorry, dass ich das so schreiben muss, ist, Krank ... so krank wie nichts anderes, dann hätte sie sich auch mit Michael zusammentun können, die beiden hätten super zusammengepasst ... arrrrggg, mir ist schlecht.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   So Jun 19, 2011 12:04 pm

Ich hatte insgeheim ein bisschen gehofft, dass du es liest. Freu mich also dass du es tatsächlich getan hast und dir der Satz auch bekannt vor kommt. Irgendwie ist der bei mir nämlich hängen geblieben. Auch dass du dich später noch darüber aufgeregt hast.
Und ja sicher war das krank. Michael und Judy zusammen, dass wäre einer Apokalypse gleich gekommen o.o ... Einzeln reichen sie mir schon.

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   So Jun 19, 2011 12:29 pm

Na ja, was heißt gelesen.
Ich bin die Zeilen überflogen. Aus einem einzigen Grund ... ich mag das nicht lesen, schon alleine deswegen nicht, weil es so krank ist. Ich hätte es einfach nicht lesen sollen ... aarrgggg, jetzt mag ich Judy noch viel weniger. Ein Grund mehr, ihr den Kopf abzureißen. Wieso habe ich das damals eigentlich nicht getan? Ach ja, richtig, wegen deiner Kinder ...
So was würde mir nicht noch mal passieren! Twisted Evil
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 9:52 am

Sorry, aber ich konnt das nicht komplett lesen.
Und es wäre besser gewesen das nicht zu lesen. Ich habs ja letztes Jahr schon geschrieben ... das ist krank und es bleibt auch krank. Die Stelle kannst du gerne streichen, ich mag sie nicht und ich will sie auch nie wieder lesen. Abgrundtiefer Hass steigt da sonst in mir hoch.
Sorry, wenn ich da nicht mehr weiter lesen werde. Aber was zu viel ist, ist zu viel.
Und eine Frage, wie kann man dann noch mit so jemanden zusammenbleiben? Für diese Frage gibt es einfach keine logische Antwort. Kotz ...
Ich glaube ich muss wirklich etwas verdrängt haben, und wenn das stimmt, dann war das noch viel viel schlimmer als du es beschrieben hast.
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Enrico
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 9:56 am

Ich kann es dir nicht sagen, wieso und warum ich trotzdem noch mit ihr zusammen geblieben bin. Vielleicht habe ich es als gerechte Strafe angesehen für mein Fremdgehen, wobei auch der Gedanke allein schon krank ist. Oder wegen der Kinder. Ich weiß es nicht. Es ist ok, wenn du es nicht lesen willst. Ich musste es mir nur von der Seele schreiben. In wie weit schlimmer hast du es denn in der verdrängten Erinnerung gesehen o.O. Ich dachte schon das wäre schlimm gewesen. Geht es denn noch einen Zacken schärfer?

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:01 am

Ich habe nichts gesehen, und das ist auch gut so.
Und ich will es auch gar nicht sehen.
Wenn das hier wirklich stimmt, dann hat sich mein Unterbewusstsein dagegen gesperrt und will es nicht an die Oberfläche kommen lassen.
Sorry, aber für mich sind das Ausreden ... der Kinder wegen, oder es als gerechte Strafe anzusehen. Dann hätte sie es auch verdient gehabt von mir erschossen zu werden ... ist halt so.

Ach ja, was diese Stofffesseln betrifft, die habe ich sicherlich nicht zerschossen, wenn dann habe ich sie mit einem Messer durchtrennt. Wenn ich die auch noch durchgeschossen hätte, hätte ich dich womöglich schwer verletzt. Das geht so nicht. Wollt ich dir wenigstens eben noch mitteilen, dass das net geht.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:04 am

Ah ok. Wie gesagt, ich hab keine Ahnung wie es eigentlich danach dann mit mir und Judy weiter ging. Ich kann nicht mal genau sagen, in welcher Zeit das gesoielt hat. Das mit dem Messer werde ich noch umändern.
Ich habe nur noch im Kopf das Judy sich nach dieser Aktion nicht wieder blicken lassen hat. Vielleicht ist sie von diesem Moment an auch ausgezogen. Sie hat ja später auch die Scheidung eingereicht. Vielleicht war es ja wirklich später als ich es eingeordnet habe und wir sind gar nicht mehr zusammen gekommen. Würde wahrscheinlich auch eher zur Situation passen. Ich glaube nämlich nicht das du dich zurück halten hättest können sie danach umzulegen, egal ob wegen der Kinder oder nicht.

Ps.: Ich hab das mit dem Messer jetzt umgeändert^^. Danke für den Hinweiß.

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Zuletzt von Enrico am Mo Jun 18, 2012 10:10 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:24 am

Ja, das würde dann schon eher passen. Weil, sorry ich glaube nicht das Raph da ruhig geblieben wäre. Ich denke mal, dass er danach getobt hat.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:30 am

Das hat wohl jeder um uns herum. Ganz besonder du und Raph. Ich kann mir auch vorstellen das ihr nach ihr gesucht habt. Aber klar habe ich das nicht vor Augen, ich war dann wohl noch lange weggetreten. Aaron hätte sich sicher auch im Grab rumgedreht.

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:36 am

Ich denke mal, hätte Aaron noch gelebt, hätte er seine eigene Tochter umbringen lassen.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 10:41 am

gut möglich o.o, christina sagte mir mal er hätte mich eh lieber gehabt als sie ... Was für eine Scheiße damals alles passiert ist. Kein wunder das wir das Leben nicht vergessen konnten. Zu viele einschneidende Erlebnisse. Mich wundert wie wir das psychisch weggesteckt haben.

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 11:04 am

Da du sein Nachfolger warst, sein Erbe verwaltet hast, hätte sie schon alleine aus den Gründen der Familienehre getötet werden müssen. Sie hat indem Sinne den Nachkomme des Patens, misshandelt und fast umgebracht. Und eigentlich wäre es meine Aufgabe gewesen, sie zu eleminieren. Ich weiß nicht, wie und was ich wirklich getan habe, aber ich denke mal, das Judy keine ruhige Minute mehr hatte. Vielleicht habe ich sie wirklich am leben lassen, wegen eurer Kinder. Womal auch dein Sohn, ein Verräter war. Der kam nach Judy ... der, wegem dem ich nachher gestorben bin. Und da ging es nicht nur um die Geschäfte die er führen wollte, sondern auch darum, dass wir eine Beziehung zueinander hatten. Wie gesagt, Homosexuallität wurde in Mafiakreisen bestraft.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel ~Judys Rache~   Mo Jun 18, 2012 11:11 am

Was das mit Judy angeht hatte ich auch so im Kopf das sie danach auf der Flucht gewesen sein muss und Rene hatte schon mehr Dreck am Stecken als ich bisher gesehen habe. Ich hatte schon meine Gründe, warum ich ihn nicht als Nachfolger haben wollte.

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