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 ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~

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Enrico
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BeitragThema: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   So Apr 17, 2011 9:32 am

??. Kapitel
~Aus Angst um dich~

Ich sah wie er in seinen Wagen stieg, aber ich war unfähig zu reagieren. Hatte er gerade tatsächlich auf mich geschossen? Ich war wie versteinert, ich wusste nicht einmal ob er mich getroffen hatte, ich spürte nichts. Die Zeit war für mich stehen geblieben, während die Bilder meiner Umgebung in weite Ferne rückten.
Erst als ich den Motor seines Wagens aufheulen hörte, wurde ich wieder in die Realität zurück gerissen. Ich sah ihm nicht nach, wie er vom Strand fuhr, ich rannte einfach los. Noch nie zuvor hatte ich ihn so erlebt. Mein einziger Gedanke war, dass er sich umbrachte. Ich musste das verhindern, irgendwie. Das Meer und der Strand flogen an mir vorbei, während ich zur Villa meines Bruders zurück hastete. Noch bevor ich die Haustür erreichte, zog ich meine Schlüsselbund aus der Hosentasche und fühlte nach dem Schlüssel, der mir die Tür öffnen würde. Ich hatte ihn rechtzeitig gefunden, als ich die Haustür erreichte. Ich schloss auf und schlug die Tür auf. Ich ignorierte alle Anwesenden, besonders Raphael, der mich erschrocken ansah. Mein Ziel galt einzig und allein dem Schlüssel, der immer auf eine Anrichte neben der Tür lag. Ich nahm ihn mir und lief wortlos weiter bis zur Garagentür. Ich hörte Raphaels Einspruch, verstand aber den genaue Wortlaut nicht. Ich schlug die Garagentür nach mir zu und ging die letzten Schritte bis zu Raphaels Viper. Ich öffnete die Fahrertür und stieg ein. Im Seitenspiegel konnte ich sehen wie die Tür geöffnet wurde. Ich musste mich beeilen. Ich schloss die Fahrertür und öffnete mit einer Fernbedienung am Schlüsselbund die Garage, dann steckte ich den Schlüssel ins Zündschloss. Alle Handgriffe tat ich automatisiert, es war immerhin nicht das erste Mal, dass ich das Auto meines Bruders stahl. Noch bevor er die Viper erreichte, gab ich Gas und lenkte den Wagen auf den Strand.

Ps.: Ich weis ist noch viel zu wenig. Ich komm irgendwie im Moment nicht ins Schreiben rein. Werd versuchen demnächst mehr zu Schreiben.
Knuddel

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Zuletzt von Enrico am So Apr 17, 2011 4:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   So Apr 17, 2011 11:34 am

Na ja, macht ja nix. Hauptsache, du hast es schon mal angefangen.
Aber eine Sache stört mich total:
Zitat :
Ich hatte schon so oft meinem Bruder das Auto entwendet, dass ich genügend Übung darin hatte, dass auch vor seiner Nase zu tun.
Diese Information braucht du ehrlich gesagt, nicht mit reinschreiben. Ich find sie überflüssig. Besser wäre es gewesen, wenn du beschrieben hättest, wie Raph versucht dich aufzuhalten. Dass du das alles wie automatisiert tust, ist klar. Du hast ja schließlich Routine darin.
Ach weiß auch nicht ... stört mich halt einfach.

knuddel dich
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Enrico
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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   So Apr 17, 2011 4:34 pm

Toni war längst über alle Berge. Ich fuhr den Spuren seines Wagens nach, die er im Sand hinterlassen hatte, bis sie sich auf der Hauptstraße verloren. Wohin sollte ich jetzt? Ich sah nach links und rechts, aber ich konnte seinen Wagen nicht mehr sehen. Ich schlug mit der Faust auf das Lenkrad.
“Verdammt!”, fluchte ich. Ich kannte sein Ziel nicht, dass erst Mal überhaupt wusste ich nicht, was er vorhatte und wohin ich fahren musste, um ihn aufzuhalten. Meine Gedanken überschlugen sich, ich ging alle Orte durch, an denen wir je gewesen waren, aber jeder war genau so gut wie der andere um sich eine Kugel in den Kopf zu jagen. Dieses Stadt war einfach viel zu groß.
Ohne zu wissen wohin, fuhr ich los. Rauf auf die Hauptstraße und auf dem schnellsten Weg auf den Highway. So wie ich Toni kannte brauchte er jetzt Geschwindigkeit. Vielleicht war er auf diesem Wege abgehauen, hoffte ich. Je höher ich Raphaels Wagen beschleunigte, um so langsamer erschien er mir. Hätte ich doch nur meine Maschine bei ihm gelassen. Ich brauchte jetzt ein Motorrad, um an den vielen Autos vorbei zu kommen, die um diese Zeit den Highway verstopften. Ich fluchte immer wieder, wenn mir einer der Pkws den Weg versperrte. Der Highway war keine gute Idee gewesen. Wenn Toni diesen Weg genommen hatte, dann hätte ich ihn spätestens hier finden müssen. Nicht weit vor mir war das Ende eines Staus, aber seinen Wagen konnte ich in der langen Schlange nicht ausmachen. Ich entschied mich den Highway zu verlassen, noch bevor ich im Stau stand. Ich bog auf die nächste Ausfahrt ab und überlegte mir ein neues Ziel. Mit Raphaels Wagen war ich nicht zufrieden, es war vielleicht das Beste nach Hause zu fahren und mein Motorrad zu holen. Wenn ich Glück hatte waren Judy und meine Jungs daheim. Meine Chancen Toni zu finden stiegen, wenn ich sie in die Suche einspannte. Ich zwang mich dazu die Ruhe zu bewahren und fuhr auf dem schnellsten Wege nach Hause. Vor dem eisernen Tor parkte ich die Viper und stieg aus. Ich schlug die Tür nach mir zu, ohne den Wagen abzuschließen. Ich konnte meinen Herzschlag an der Kehle spüren. Mir wurde schlecht bei dem Gedanken daran, was Toni vielleicht gerade im Begriff war zu tun und was ich nicht verhindern konnte, so lange ich ihn nicht gefunden hatte. Ich sah ihn vor mir mit dem Lauf der Pistole an der Schläfe.
Nein … ich schob das Bild bei Seite, ich musste einen klaren Kopf behalten, wenn ich ihn finden wollte. Ich atmete tief durch bevor ich es öffnete. Mit festen Schritten lief ich bis zur Haustür und suchte dabei nach meinem Schlüssel. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wo ich ihn hingelegt hatte, nachdem ich bei Raphael die Haustür aufgeschlossen hatte. Ich verfluchte mich selbst für meine Schlampigkeit. Das hatte mir gerade noch gefehlt. Jetzt kam ich nicht mal ins Haus, geschweige denn in die Garage.
Als ich die Steintreppe vor der Villa erreichte, wurde die Tür geöffnet. Ich atmete erleichtert auf. Zumindest kam ich jetzt ins Haus. Judy war es die mir entgegen kam. Sie sah mich erschrocken an, als wir voreinander stehen blieben. Scheinbar hatte sie nicht mit mir gerechnet. Wir sahen uns einen Moment lang schweigend an, bis sich ihr Gesichtsausdruck veränderte. Ihre aufgerissenen Augen wurden kleiner. Sie sah unter meinem Blick hinweg und wollte kleinlaut von mir wissen:
“Ist es wahr? Ist Kira wirklich …?” Sie wagte nicht ihren Satz zu ende zu bringen. Ich nickte nur und sah an ihr vorbei ins Innere der Villa. Hinter ihr standen Yale und Rene. Sie hatten sich gerade ihre Jacken angezogen. Sicher waren sie alle drei auf dem Weg zu Raphael.
“Toni ist verschwunden. Ich hab keine Ahnung was er vor hat!”, ließ ich sie wissen. Ich ging an Judy vorbei. Ich ließ auch Yale und Rene hinter mir, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Wenn ich nur gewusst hätte wo meine Ersatzschlüsseln für mein Motorrad und die Garage hingelegt hatte.
“Judy, hast du meine zweiten Schlüsselbund gesehen?”, fragte ich meine Frau und sah zu ihr zurück. Sie kannte sich hier besser aus als ich. Meist war sie es die meine Sachen wegräumte, wenn ich sie irgendwo fallen ließ.
“In der Schublade unterm Spiegel, wo er immer ist!”, antwortete sie mir. Ich ging zur beschriebenen Kommode und zog die oberste Schublade auf. Ich verschaffte mir einen kurzen Überblick über den Inhalt und fand schließlich den gesuchten Schlüsselbund.
“Ich helfe dir ihn suchen”, schlug Yale mir vor. Er wusste weswegen ich nach dem Schlüssel gefragt hatte. Ich war froh über seine Fähigkeit mitzudenken und nickte ihm zustimmend zu, bevor ich Rene einen auffordernden Blick zuwarf. Was war mit ihm, würde er sich auch mal von allein nützlich machen?
“Schleimer!”, brummte er in sich hinein und sah seinem Bruder mit einem finsteren Blick dabei zu, wie er seine Schuhe zuband. Wie ich es haste wenn er das tat. Ich verstand nicht woher die Feindschaft zwischen meinen beiden Jungs kam und im Moment war auch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
“Was ist mit dir?”, wollte ich ernst von Rene wissen. Mein Tonfall war ungewollt hart. Rene zuckte zusammen und sah mich verständnislos an. Ich schüttelte mit dem Kopf. Es enttäuschte mich, dass er nicht sofort verstand was ich von ihm wollte.
“Schwing dich auf deine Maschine und hilf mir beim Suchen!”, forderte ich ihn auf. Der Blick meines Sohnes wurde ernster. Der erschrockene Ausdruck verschwand aus seinen Augen. Trotzig sah er mich an, während er die Arme in die Seiten stemmte:
“Dad, Kira ist tot. Ich hab besseres zu tun, als ihren alten Herrn zu suchen!” Ich brauchte einen Moment um zu verdauen, was er da gesagt hatte. Ungläubig sah ich ihn an. Mir fiel nichts ein was ich ihm darauf antworten konnte. Ich wusste zwar von seinen Gefühlen für Kira und das sie vor einem Jahr ein Paar gewesen waren, aber ihr war nicht mehr zu helfen. Toni hingegen …
Bevor ich den Gedanken zu Ende gebracht hatte und meine Enttäuschung in Worte fassen konnte, spürte ich Yales Hand auf meiner Schulter. Ich sah ihn erschrocken an. Sein Blick war besorgt und gleichzeitig verständnisvoll.
“Lass uns gehen, wenn wir ihn finden wollen, sollten wir uns beeilen!” Er hatte recht. Ich hatte keine Zeit mich über Renes Verhalten zu ärgern. Ich warf meinem ältesten Sohn einen letzten Blick zu. Er murmelt erneut etwas in sich hinein, während er Yale einen bösen Blick zuwarf. Ich schluckte die Wut die sich in mir anstaute und sah von ihm zu Judy.
“Nimm Raphs Viper und bring sie ihm zurück. Sag ihm und den anderen das Toni verschwunden ist und wir ihn finden müssen, bevor er sich in Schwierigkeiten bringt”, mit diesen Worten warf ich ihr den Schlüssel für Raphaels Wagen zu. Sie fing ihn geschickt auf und nickte mir zu. Sie hatte verstanden, was ich ihr damit sagen wollte. Als ich mich umdrehte, konnte ich im Augenwinkel sehen, wie sie Rene am Arm zog und ihn aufforderte mit ihr zu kommen. Sie würde sich schon um ihn kümmern und ihm hoffentlich in den Arsch treten.
Yale war inzwischen schon voraus gegangen. Er wartete am Ende des Flurs auf mich. Ich folgte ihm. Gemeinsam gingen wir in die Garage. Wir setzten uns wortlos auf unsere Maschinen, die direkt nebeneinander standen. Ich öffnete mit einer Fernbedienung am Schlüsselbund das Garagentor. Yales Blick ruhte dabei unentwegt auf mir. Ich konnte spüren, dass er sich eben so sorgte, wie ich mich.
“Wir finden ihn!”, versicherte er mir und legte mir noch einmal sein Hand auf die Schulter. Er lächelte als ich ihn ansah. Ich wollte ihm so gern glauben und mich von seinem jugendlichen Mut anstecken lassen, aber ich hatte ein nagendes Gefühl im Magen, dass ich einfach nicht los wurde. Trotzdem fühlte ich mich durch seine Berührung und seine Worte gestärkt.
“Danke!”, entgegnete ich ihm. Ich war so froh das er in diesem Moment an meiner Seite war und mir sofort seine Hilfe angeboten hatte. Er war mit abstand das Beste, dass ich in diesem Leben zustande gebracht hatte.

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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mo Apr 18, 2011 11:14 am

Hi Schnuckel,
so ich hab jetzt mal weitergelesen. Yale war schon ein echt guter Junge. So habe ich ihn auch in Erinnerung. Und dein anderer Zögling ... na ja. Der kam wohl eher nach seiner Mutter.

knuddel dich
dein Toni
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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mo Apr 18, 2011 11:19 am

Ja, das war er. Er war mein ganzer Stolz und meine größte Hoffnung für die Zukunft. Rene hingegen, naja das genaue Gegenteil. Aber vielleicht lag das auch an mir. Ich glaube ich hab ihn das schon merken lassen, wer mein Lieblingssohn war und das ist auch nicht richtig. Ich denke so ganz unschuldig bin ich auch nicht daran das die Sache zwischen ihm und Yale eskaliert ist.

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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mo Apr 18, 2011 12:43 pm

Rene hat mich gehasst. Und das hat er mir auch oft genug klargemacht. Dass Kira mal mit ihm zusammen war, konnte ich nicht verstehen. Ich glaube sogar, dass ich sie dazu gebracht habe, ihn wieder zu verlassen. Ich habe die beiden nicht gerne miteinander gesehen. Was ich im Nachhinein aber auch bereue. Das werde ich aber auch noch beschreiben. Wäre sie mit ihm noch zusammen gewesen, wäre das alles nie passiert und sie wäre noch am leben. Na ja, man kann das Schicksal eben nicht ändern ... leider. Aber genau das, hat mich in der Zeit der Trauer, noch viel tiefer fallen lassen. Ich habe mir große Vorwürfe gemacht, und bin dann in die Depressionen gefallen. Oh man, das zu schreiben, wird mir sicherlich nicht leicht fallen.
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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mo Apr 18, 2011 12:48 pm

Na wenn du die beiden auseinander gebracht hast, wunderst mich nicht warum er dich nicht mochte. Ich bin allerdings nie hinter den Grund gekommen, warum die beiden schluss gemacht haben und wer mit wem. Rene hat mit mir allgemein nicht viel gesprochen. Ich denke so im Nachhinein wollte er nur meine Anerkennung und Wertschätzung und weil ich die ihm nicht gegeben habe, ist er sicher immer verbitterter geworden. Naja wir haben wohl alle unsere Fehler gemacht und ich mit meinen Kindern sowieso ... o.O.
Wer weis wozu es gut ist, dass ich heute keine Kinder habe -.-.

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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mi Apr 20, 2011 11:04 am

Wir nickten uns zu und gaben Gas. Als wir das eiserne Tor passiert hatten, trennten wir uns. Yale verschwand in der entgegen gesetzten Richtung und mit ihm auch meine Zuversicht. Ich wusste nicht wohin ich fahren sollte. Wie betäubt beobachtete ich die Autos, an denen ich vorbeizog, wenn ich sie überholte. An jeder Kreuzung hoffte ich den Mustang zu sehen, immer wieder wurde ich enttäuscht. Mit jedem weiteren Meter den ich fuhr wurde mir die aussichtslose Situation klarer. Wenn er nun schon längst die Waffe gegen sich gerichtet hatte? Was wenn er einfach die Stadt verlassen hatte und nie wieder kam? Was wenn ich ihn nie wieder sah? Ich hatte ihn schon einmal verloren. Den Gedanken hielt ich nicht aus. Ich fuhr noch schneller. Im Zickzack überholte ich die Autos, die mir im Weg warn. Ich überfuhr rote Ampel und Stoppschilder, ich jagte mein Motorrad durch die Straßen Brooks und schließlich nach Manthen. Ich wusste nicht was mich hier hin gezogen hatte. Hier gab es nichts, keinen Ort an dem Toni gern gewesen war oder zu dem er ging, wenn er nachdenken wollte.
Ich fuhr den Weg, denn ich schon so oft gekommen war, dass ich ihn blind gefunden hätte. Er führte mich zu Eriks Lokal. Ich parkte meine Maschine in einer der Seitenstraße und stieg ab. Mit langsamen Schritten ging ich auf den Eingang zu. Mir war klar das ich Toni hier nicht finden konnte, aber um durchzudrehen war dieser Ort genau so gut wie jeder andere und hier gab es wenigstens etwas zu trinken. Vielleicht wusste Erik einen Rat. Ich lief an der langen Schlange vorbei, die sich vor dem Lokal gebildet hatte. Begleitet von den verärgerten Blicken der wartenden Menschen erreichte ich den Türsteher. Er sah mich nur kurz an und nickte mir wissentlich zu. Ich brauchte keine Einladung und auch keine Stunde anstehen. Ich kannte jeden von Eriks Wachpersonal persönlich. Beim Vorbeigehen klopfte ich dem jungen Mann im Anzug auf die Schulter, wie ich es immer tat.


Ps.: Ich weis ist nicht viel. Ich komm nicht ganz ran. Ich hab irgendwas dummes gemacht in der Zeit, aber ich weiß nicht mehr was. Ich hab noch ein Streitgespräch mit Rene im Kopf über dich, aber das wars dann auch schon grrr-.-. Fühl mich blockiert.

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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mi Apr 20, 2011 11:13 am

Ich denke mal, dass sind die alten Gefühle, die dich da noch blockieren. Du hattest schließlich große Angst um mich. Solche Gefühle bleiben sehr gerne verborgen. Jedenfalls so lange, wie das Unterbewusstsein es will.
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BeitragThema: Re: ??. Kapitel ~Aus Angst um dich~   Mi Apr 20, 2011 11:18 am

Vielleicht hast du recht. Ich will irgendwie auch nicht fühlen wie es ist nicht zu wissen wo du bist was du tust und Angst zu haben, dass du nicht wieder kommst. Diese Ungewissheit muss schrecklich gewesen sein. Was musst du dummer Idiot auch ohne ein Wort abhauen.

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