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 26. Kapitel ~Gelegenheit macht Diebe~

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Enrico
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BeitragThema: 26. Kapitel ~Gelegenheit macht Diebe~   Di März 15, 2016 5:55 am

26. Kapitel
~Gelegenheit macht Diebe~

Etwas kaltes berührt mich an der Stirn, es ist nass und unangenehm. Als ich die Augen öffne, kniet mein Bruder neben mir.
Tonis Hände lösen sich von meiner Stirn.
„Was ist passiert?“, frage ich. Meine Stimme ist nur ein flüstern.
„Du bist auf einmal umgefallen“, erklärt mein Bruder.
Wirklich? Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass er und Toni heftig miteinander gestritten haben.
„Tut dir irgendwas weh?“, fragt Raphael.
„Nein!“ Das Stechen in meinem Magen ist weg, ich fühle mich nur schlapp und unendlich müde.
„Du hast uns ganz schön Angst gemacht“, sagt Toni. Sein Blick ist besorgt.
„Tut mir leid!“ Ich zwinge mich zu einem Lächeln. „Aber, bitte hört auf euch zu streiten. Schlimm genug, was alles schon passiert ist, aber wenn ihr euch auch noch hasst, das halte ich nicht aus.“
„Machen wir nicht mehr“, sagt Toni. Auffordernd sieht er meinen Bruder an.
Raphael knirscht mit den Zähnen, als er nichts sagt, stößt Toni ihn an der Schulter an.
„Ja, wir lassen das.“
Ich kann nicht verstehen, warum es Raphael so schwer fällt, sich mit Toni zu vertragen. Toni hätte viel mehr Gründe wütend auf ihn zu sein, als umgekehrt. Ich will ihm das sagen, als Raphael etwas in seiner Jackentasche sucht.
Er kramt eine Weile darin herum und zieht schließlich einen Baseball heraus. Ein bittertes Lächeln legt sich auf seine Lippen, als er sagt: „Das ist alles, was ich in den Türmern noch finden konnte.“
Das ist doch der Ball, den unser Vater unterschrieben hat.
Ich greife mit zitternden Fingern danach. Die Unterschrift kann ich noch lesen, dafür ist die andere Seite verkohlt.
Schwerfällig richte ich mich auf und lege meine Arme um meinen Bruder. „Danke!“
Raphael schiebt mich von sich. „Wir sollten schlafen! Der Tag war lang und beschissen genug.“ Er drängt mich an den Schultern zurück, bis ich liege.
Ich nicke und drehe mich auf die Seite. Während er und Toni sich ihren Schlafplatz einrichten, betrachte ich den Ball.
Ich kann mir noch immer nicht vorstellen, dass unser Haus nicht mehr steht. Bis jetzt habe ich insgeheim gehofft, dass wir irgendwann nach Hause zurückkehren können. Die Zeit hier, war nur wie ein Abenteuerausflug, wie ein Zeltlager für die Sommerferien. Zumindest habe ich mir das einzureden versucht. Da habe ich mir wohl mächtig was vorgemacht. Jetzt sind wir nicht mehr nur Waisen, sondern richtige Straßenkinder. Ratsuchend sehe ich zu meinem Bruder.
Raphael hat sich mit dem Rücken zu uns, in seiner Decke eingewickelt. Leises Schnarchen ist aus seiner Richtung zu hören.
Von ihm geht mein Blick suchend zu Toni.
Mein Freund hat sich nur eine Schrittlänge von mir entfernt hingelegt und betrachtet mich besorgt. Ich versuche zu lächeln, doch es gelingt mir nicht mehr.
Seufzend gebe ich es auf und drehe den Ball in meiner Hand.
Toni legt seine Finger über meine und drückt sie fest.

Irgendwann muss ich eingeschlafen sein, denn es ist bereits hell, als ich blinzelnd in den neuen Morgen sehe.
Jemand rüttelt an mir, erst leicht, dann immer energischer. „Enrico wach auf! Dein Bruder ist weg!Müde reibe ich mir den Schlaf aus den Augen. Ich brauche einen Moment, die Worte zu realisieren, dann schaue ich mich suchend um.
Der Schlafplatz meines Bruders ist verlassen.
Hoffentlich ist er nur im Hof pissen und macht keine Dummheiten.
Ich zwinge mich auf die Beine und gehe zum Fenster. Nur Bäumen und Sträuchern, keine menschliche Gestalt.
„Da habe ich auch schon nachgeschaut. Ich hab die ganze Fabrik nach ihm abgesucht.“ Tatsächlich? Wie lange habe ich denn geschlafen? Dem Stand der Sonne nach zu urteilen, muss es Mittag sein.
„Seit wann ist er denn weg?“, frage ich.
„Keine Ahnung! Als ich wach geworden bin, war er schon weg.“
Als wenn wir nicht schon genug Probleme haben. Können wir nicht wenigstens zusammen bleiben? Wenn er wieder auftaucht, reiße ich ihm dafür den Kopf ab.
„Sollen wir nach ihm suchen?“, fragt Toni.
„Und wo sollen wir damit anfangen?“
„Meinst du, er ist wieder zu euch nach Hause?“
„Hoffen wir es nicht. Wir können ja die Umgebung, um die Fabrik herum absuchen“, schlage ich vor. Die wachsende Panik in mir, versuche ich herunter zu kämpfen. Raphael ist schon erwachsen, er kann auf sich aufpassen, rede ich mir ein. Vielleicht versucht er uns ja auch nur etwas zu Essen zu besorgen. Ich könnte langsam etwas anderes als Äpfel vertragen. Von denen werde ich nicht satt und seit wir nur Früchte essen, habe ich Durchfall.

...~*~...

Den ganzen Tag laufen sie schon durch die Gegend, doch von dem großen Bruder, fehlt jede Spur. Enrico zu beruhigen, wird mit jeder Stunde schwieriger.
Wenn Raphael wieder auftaucht, wird Antonio ihn sich zur Brust nehmen. Sein Verhalten nervt gewaltig. Der Kerl merkt nicht mal, was er mit seinem Verhalten bei Enrico anrichtet.
Von dem fröhlichen Jungen, den Antonio so gern lachen sieht, ist nur noch ein blasses Häufchen Elend übrig. Schon seit gut zwei Straßen, sagt er kein Wort mehr.
Enrico tritt eine leere Dose vor sich her, seinen Blick hat er schon lange nicht mehr erhoben und so langsam gehen Antonio die Argumente aus, mit denen er ihm noch Mut machen kann.
„Vielleicht sollten wir zurück gehen und was essen“, sagt er. Seine Füße tun ihm weh und hunger hat er auch.
„Ich kann die Äpfel nicht mehr sehen. Außerdem bekomme ich davon Bauchweh.“
Das geht Antonio ähnlich. Sie brauchen dringend noch eine andere Nahrungsquelle. Suchend sieht er sich auf der Straße um.
Rechts und Links stehen Wohnblocks, aber kein einziges Geschäft weit und breit. Andererseits, haben sie sowieso kein Geld, um etwas zu kaufen.
„Riechst du das auch?“, fragt Enrico. Er hält die Nase in den Wind.
Antonio schnüffelt ebenfalls. Da brät doch irgendetwas, könnte eine Pastete sein.
Sie folgen dem Geruch, er wird immer intensiver.
Schließlich kann Antonio die Ursache finden.
Eine Auflaufform steht auf dem Fensterbrett eines Hauses. Sie dampft und trägt ihren würzigen Duft direkt zu ihnen.
Das Wasser läuft Antonio im Mund zusammen.
Enrico betrachtet die Pastete gierig, doch schließlich steckt er die Hände in die Hosentaschen und läuft an dem Haus vorbei.

...~*~...

Mein Bruder verschollen, mein Magen leer und eine alte Fabrik als zu Hause. Kann es eigentlich noch schlimmer werden?
Die Antwort ruft uns eine dicke Frau aus dem Pastetenfenster hinterher: „Du Dieb, bleib stehen!“ Sie schwingt einen großen Kochlöffel und beugt sich weit aus dem geöffneten Fenster.
Ich begreife ihr schrilles Geschrei erst, als Toni neben mir auftaucht und mich am Arm mit sich zieht. Er lächelt zufrieden und trägt etwas bei sich. „Los, nichts wie weg von hier!“
Wir laufen zwei Blocks weiter und halten in einer Seitenstraße an. Stolz präsentiert er mir dort, eine Auflaufform.
„Das ist Diebstahl!“, sage ich.
Er rollt mit den Augen, der Stolz schwindet aus seiner Haltung, mit einem genervten Blick betrachtet er mich. „Hast du noch nie was mitgehen lassen?“
„Nein, natürlich nicht! Ich bin anständig erzogen worden.“
Toni zuckt mit den Schultern und taucht seinen Finger in die Pastete, er steckt ihn sich in den Mund. „Mit dieser Einstellung wirst du keinen Monat auf der Straße überleben.“
Klugscheißer! Als wenn es nicht auch noch andere Möglichkeiten geben würde. „Wir können uns auch Arbeit suchen.“ Meinen Blick, kann ich nicht von der Pastete lassen.
„Ja klar! Wir können uns nicht ausweisen und haben nichts gelernt. Alle Arbeitgeber, die das nicht schert, führen entweder nichts gutes im Schilde oder lassen uns den ganzen Tag für eine warme Mahlzeit schuften. Nein danke! Das habe ich bereits hinter mir.“
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so schwer sein soll, einen Job zu finden. In der Werkstatt von Raphael, gab es immer etwas zu tun und es war auch nie ein Problem, das Geld unter der Hand zu bekommen. Andererseits kannte der Werkstattleiter meinen Bruder und mich seit Jahren. Aber dort können wir ja auch nicht mehr hin. Sicher wissen die Drachen längst, dass wir da gearbeitet haben. „Ist es denn okay, wenn wir das einfach aufessen?“ frage ich.
„Die Alte sah nicht so aus, als wenn sie am Hungertuch nagen würde. Die eine Pastete wird die verschmerzen können. Ehrlich, du musst viel skrupelloser werden!“
„Kann ja nicht jeder so ein verschlagener Windhund sein, wie du.“ Ich greife in die Auflaufform. Ohne Besteck, ist es reichlich seltsam, aber meinem Hunger ist das ganz egal. Das schmeckt gar nicht schlecht. Vom kochen versteht die gute Frau etwas. Ob sie wohl öfter Pasteten zum Abkühlen ans Fenster stellt? Moment, spiele ich gerade wirklich mit dem Gedanken, sie noch einmal zu bestehlen? Die Straße und das dazugehörige Fenster, sind jedenfalls unwiderruflich in meinem Gedächtnis abgespeichert.
Die Pastete schmeckt aber auch gut. Ich muss mich zügeln Toni nicht die ganze Form zu stehlen und schaffe es nur im letzten Moment, an meinen Bruder zu denken. „Wir sollten Raphael etwas übrig lassen.“
Während ich mir die Fingern lecke, tut sich auch Toni schwer mit dem Essen aufzuhören. „Er hat es zwar nicht verdient, aber meinetwegen.“

Auf dem Heimweg meiden wir die Straße, in der die dicke Frau wohnt und kommen mit dem untergehen der Sonne in der Fabrik an. Als wir den Flur entlang gehen, kann ich im Kaminzimmer Schritte hören, unter der Tür flackert Licht.
Ein großer Stein fällt mir vom Herzen. Ich beschleunige meine Schritte und reiße die Tür auf.
Mitten im Zimmer steht mein Bruder, er fährt zusammen, erschrocken sieht er mich an. Den Baseball in seiner Hand lässt er fallen. Seine Augen werden von tiefe Ringe eingerahmt, sie sind knallrot.
Ich werfe mich ihm in die Arme und umschlinge ihn fest.
Raphael drückt mich von sich, er packt mich an den Schultern. „Wo wart ihr?“
„Wir haben dich gesucht“, entgegne ich.
„Ich war die ganze Zeit hier!“
„Das kann nicht sein! Wir haben dich überall gesucht“, protestiert Toni.
Ich sehe meinen Bruder kritisch an.
„Willst du etwa behaupten, dass ich lüge?“
„Du warst nicht hier!“, hält Toni dagegen.
Der Zorn in den Augen meines Bruders wächst, er holt tief Luft.
„Schluss jetzt!“, rufe ich dazwischen, „Raphael du musst aufhören immer alles auf eigene Faust erledigen zu wollen. Von jetzt an bleiben wir zusammen, hast du mich verstanden?“ Ich habe genug davon, mir ständig Sorgen um ihm machen zu müssen.
„Aber ich ertrag es nicht mit dem Kerl unter einem Dach zu wohnen. Der hat uns den ganzen Mist eingebrockt.“
„Glaubst du, ich habe dich gern um mich?“
Geht das schon wieder los. Ich habe es so satt! „Haltet die Klappe! Alle Beide!“, keife ich sie an und balle beide Hände zu Fäusten. Finster schaue ich von Einem zum Anderen.
Endlich schweigen sie.
„Wir sitzen in einem Boot, verdammt noch mal! Ohne Toni wären wir nie so weit gekommen“, wende ich mich erst an meinen Bruder und anschließend an Toni, „Und ohne meinen Bruder, hätten wir kein Werkzeug und nicht mal ein Seil, um das Wasser aus dem Brunnen zu holen. Wir müssen jetzt zusammenhalten, ob es euch passt oder nicht.“
Raphael verschränkt die Arme vor der Brust, er murrt etwas unverständliches in sich hinein.
Seufzend sehe ich ihn an, er wird sich nie damit abfinden, dass wir jetzt aufeinander angewiesen sind.
„Hier!“ Toni drückt mir die Auflaufform in die Hand, er wendet sich zum Gehen. „Ich brauch frische Luft!“
„Toni!“ Ich packe ihn am Arm und sehe ihn eindringlich an.
„Ich bleibe im Fabrikgelände, versprochen“, sagt er.
Es fällt mir unendlich schwer ihn gehen zu lassen, aber ich kann verstehen, dass er seine Ruhe haben will. Raphael ist im Moment wirklich ein Ekel.
Ich gebe Toni frei und lasse ihn ziehen.
Er wirft meinem Bruder einen letzten feindseligen Blick zu, dann öffnet er die Tür und schlägt sie nach sich zu.
„Du benimmst dich wie ein Arschloch, weißt du das?“, richte ich mich an Raphael.
Er zuckt mit den Schultern.
„Wo bist du wirklich gewesen?“ Ich glaube ihm einfach nicht, dass er hier war. Auch wenn das Fabrikgelände riesig ist, irgendwann hätten wir ihn doch finden müssen.
„Ich weiß nicht mehr.“ Noch immer sieht Raphael mich nicht an. Eine Träne läuft ihm über die Wange. „Sie haben Simone und ihre Mutter doch sicher nur getötet, damit wir auf die Beerdigung kommen und sie uns dort abknallen können. Diese miesen Schweine!“
„Du bleibst aber hier oder? Du gehst da nicht hin, oder?“, frage ich entsetzt.
„Nein!“
„Was, nein?“
„Ich bleibe hier!“ Raphael greift nach meinem Arm mit der Pastete. „Was hast du da? Wo hast du das her?“
„Das haben wir dir aufgehoben.“ Ich versuche unschuldig zu schauen.
„Enrico! Wo habt ihr das her?“
Schweigend sehe ich unter dem strengen Blick meines Bruders hinweg.
„Lässt du dich jetzt von ihm auch noch zum Dieb machen?“
„Hast du vielleicht eine bessere Idee?“
„Ja, wie wäre es mit arbeiten gehen!“
„Ja, klar! Als wenn jemand Straßenkindern, wie uns, eine anständige Arbeit geben würde.“
„Wir sind keine Straßenkinder!“
Ich sehe meinen Bruder wieder direkt an. „Doch sind wir! Wir haben kein zu Hause mehr, kein Geld und keine Arbeit. Außerdem sitzen uns diese Drachen im Nacken. Wir können nicht zu Karl in die Werkstatt, oder auf die Beerdigung von Simone und ihrer Mutter, ohne, dass uns diese Typen ausfindig machen. Toni hat recht, wenn wir hier draußen überleben wollen, müssen wir aufhören uns an Regeln zu halten.“ Während ich es sage, wird mir all das erst richtig bewusst. Wir haben doch nichts mehr zu verlieren, warum sollten wir uns also um Gesetze scheren? Die haben uns bis jetzt auch nicht beschützt.
Raphael mustert mich mit weit aufgerissenen Augen.
Ich drücke ihm die Auflaufform in die Hand. „Ich geh nach Toni schauen. Es wäre im übrigen ein netter Zug von dir, wenn du dich bei ihm entschuldigen würdest!“

...~*~...

Dämlicher Raphael, ständig gibt er ihm die Schuld an allem. Dabei bemüht Antonio sich doch wirklich, mit dem Kerl irgendwie auszukommen, aber er kann sich auch nicht alles gefallen lassen.
Mit den Händen in den Hosentaschen wandert Antonio durch die endlosen Flure.
Vielleicht wäre er ja allein wirklich besser dran, dann muss er auf niemanden Rücksicht nehmen und lediglich sich selbst ernähren.
„Toni, warte!“ Die Schritte Enricos eilen ihm nach.
Da ist er ja wieder, der Grund, warum er sich nicht schon längst aus dem Staub gemacht hat. Ein Lächeln zwingt sich Antonio ins Gesicht, er läuft langsamer. „Das mit meinem Bruder tut mir leid“, sagt er, als Enrico ihn eingeholt hat.
„Schon gut! Ist ja nicht deine Schuld, dass er so ein Arsch ist.“
Sie laufen eine Weile schweigend nebeneinander her, bis Enrico schließlich fragt: „Du warst doch schon ein Jahr lang auf der Straße, stimmt's? Wie hast du da überlebt?“
„Ich hab Lumpen und Abfälle gesammelt und gegen ein paar Cent eingetauscht, manchmal habe ich auch beim Bäcker oder Metzger gebettelt, aber meistens hab ich geklaut, wie ein Rabe. Warum fragst du?“
„Ich glaube, ich habe mich in all den Jahren, viel zu oft auf meinen Bruder verlassen. Aber seit wir hier sind, habe ich das Gefühl, er packt das nicht und jetzt wo auch noch das mit Simone passiert ist … Er ist noch nie einfach abgehauen, ohne etwas zu sagen. Wir sind jetzt schon eine Woche hier und alles was er getan hat, ist die Schubkarre mit dem Werkzeug zu beschaffen. Wir sind es, die die ganze Zeit hier aufräumen, für Feuerholz sorgen und ...“
„Enrico, worauf willst du hinaus?“
Enrico steckt die Hände in die Hosentaschen. „Zeig mir, wie man hier draußen zurecht kommt! Egal was dazu nötig ist.“
„Auch wenn wir dafür alte Omas beklauen müssen?“
„Wenn wir dabei niemanden verletzen, von mir aus.“
„Na schön! Aber wir sollten deinen Bruder da raus halten.“
„Einverstanden!“

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