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 20. Kapitel ~Der Schwur~

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Enrico
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BeitragThema: 20. Kapitel ~Der Schwur~   Sa März 05, 2016 1:49 pm

20. Kapitel
~Der Schwur~

Wir laufen, ich weiß nicht wo hin. Weiter und weiter, so schnell, dass ich nicht mehr mithalten kann. Meine Beine werden mit jedem Schritt schwerer, meine Lunge brennt. Ich kann nicht mehr!
Noch immer hält Toni mein Handgelenk fest umschlungen, er reist mich unbarmherzig weiter.
Am Himmel züngeln Blitze, ständig donnert es laut, während unaufhörlich der Regen auf uns herab prasselt.
Meine Kleidung klebt mir eng am Körper, jeder Schritt gluckst in meinen Schuhen. „Toni! Halt an! Bitte!“
Er sieht mich nicht an.
„Toni!“
„Was!“ Endlich hält er an.
Augenblicklich befreie ich mich aus seinem Griff und lasse mich auf die Knie fallen. Meine Beine brennen wie Feuer. Ich kann keinen Schritt mehr gehen.
„Steh auf!“
„Nein, ich kann nicht mehr!“ Ich stütze mich mit den Händen auf den Asphalt.
Er seufzt, die Arme stemmt er in die Seiten, sein Blick hastet umher.
Ich schaue mich ebenfalls um. Wir sind allein in dieser dunklen Gasse.
Tonis Aufmerksamkeit wandert an einem Haus hinauf.
Es ist unbewohnt. Der Putz fehlt großflächig, einige Ziegel sind herausgebrochen. Etliche Fensterscheiben sind eingeschlagen, die Feuerleiter ist verrostet.
„Komm!“ Er streckt seine Hand nach mir aus, ungeduldig öffnet und schließt er sie.
Ich lege meine Hand in seine.
Toni zieht mich auf die Beine. Wir gehen bis zur Feuerleiter, sein Blick wandert an ihr hinauf. Er klettert die ersten Streben nach oben.
Einige der Verschraubungen sind lose, das Metall ächzt unter ihm. Das alte Ding sieht nicht so aus, als wenn es unser Gewicht tragen kann.
Ich schaue in die Straße zurück, aus der wir gekommen sind. In jedem dunklen Schatten, glaube ich die großen Männer zu sehen. Hoffentlich weiß Toni, was er tut. Ich klettere ihm nach.
Toni steigt immer weiter hinauf, bis er den Rand des Daches erreicht hat.
Ich tue mich schwer damit, ihm bis dort hin zu folgen. Der Regen macht die Streben glitschig und meine kraftlosen Beine gehorchen mir kaum noch. Immer wieder rutsche ich weg. Endlich erreiche auch ich den Rand des Daches.
Toni wartet bereits auf mich, er hilft mir über die Dachabgrenzung.
So und jetzt? Fragend sehe ich meinen Freund an.
Ohne ein Wort wandert er über das Dach bis zur anderen Seite, sein aufmerksamer Blick, mustert die Straßen unter uns.
Ich folge ihm, um auch etwas sehen zu können.
Toni packt meinen Arm, er zieht mich nach unten. Flach legt er sich auf das Dach.
Mir schlägt das Herz bis zum Hals, ich lege mich zu ihm und sehe über den Rand nach unten.
Auf der Straße ist nur ein einziger Mann unterwegs. Der dunkelhäutige Hüne im weißen Mantel, der uns den Weg durch die Haustür versperrt hat. Er sieht sich nach allen Seiten um.
Toni drückt meinen Kopf noch tiefer, bis ich mit der Wange flach auf dem Dach liege. Auch er hat sich so hingelegt. Seine smaragdgrünen Augen mustern mich ängstlich.
Panisch schaue ich zurück. Mein Herz hämmert hart gegen meine Brust, mein Atem wird auf dem nasskalten Dach zu Wasserdampf.
Tonis kalte Hand wandert von meinem Haaren in mein Gesicht, er legt sie mir um die Wange und lächelt.
Heißen Tränen überkommen mich. Bitte, der Kerl soll verschwinden und uns in Ruhe lassen. Krampfhaft balle ich meine Hände zu Fäusten, die Fingernägel presse ich tief in meine Haut.
Toni legt seine Hand über meine, seine Augen lächeln sanft.
Obwohl ein eisiger Wind ums Dach fegt und der Regen weiter auf uns herabfällt, wird mir wärmer, je länger ich ihn ansehe. Ich bin so froh, dass er da ist, dass er noch am leben ist. Obwohl unaufhörlich Tränen von meinen Wangen rollen, lächle auch ich.

...~*~...

Genau das will Antonio sehen, wenn er seinen letzten Atemzug macht, diese eisblauen Augen und sein Lächeln. Wenn Butch sie hier oben wirklich findet, dann wird er einfach die Hand Enricos festhalten, so wie jetzt und seinen Mentor bitten, es schnell zu beenden. Sicher wird Butch ihm diesen letzten Gefallen tun, immerhin hat er im Flur auch absichtlich daneben geschossen.
So ruhig wie jetzt, ist Antonio noch nie gewesen, wie seltsam sich dass in dieser Situation anfühlt. Vor ein paar Minuten, hat er mit seinem Leben bereits abgeschlossen gehabt und nun fühlt er sich lebendiger, als jemals zuvor. Sie werden den nächsten Tag wahrscheinlich nicht erleben, aber er ist heilfroh, seinen Freund nicht erschossen zu haben. Er ist kein Werkzeug mehr, nie wieder. Eine Rückkehr in den Clan ist unmöglich. Alles nur wegen Enrico! Unentwegt sieht Antonio in diese eisblauen Augen seines Freundes und kann nicht anders, als zu lächeln.
Da glaubt Denijel er hätte leichtes Spiel mit Enrico und da knallt der ihn einfach ab. Niemand wagt es eine Waffe auf einen der großen Drei zu richten, selbst Antonio hat dabei so gezittert, dass er ihn mit Sicherheit verfehlt hätte und Enrico, der sonst nichts trifft, nicht mal ein Schilfrohr auf zwei Schritte Entfernung, ballert dem Chef der Drachen einfach eine Kugel ins Herz. Wie gern hätte Antonio das Gesicht Michaels gesehen.
„Ist er weg?“, fragt Enrico. Seine Lippen bebenden.
Antonio holt sich aus seinen Gedanken zurück. Es ist wirklich verdächtig ruhig. Die alte Feuerleiter hat bis jetzt noch nicht geknarrt. Soll er es wagen einen Blick zu riskieren? Antonio hebt den Kopf, ganz langsam schaut er über den Rand.
Die Straße ist menschenleer. Antonio sucht sie hinauf und hinunter nach Butchs Gestalt ab, doch von dem Hünen ist nichts zu sehen.
„Er ist weg“, flüstert Antonio. Er kann es kaum glauben. Sie sind ihnen wirklich entkommen. Das hat noch keiner geschafft. Stolz betrachtet Antonio das Hochhaus in der Ferne. Wer ist jetzt ein Feigling? Sie haben sich gerade mit einem der gefährlichsten Clans der ganzen Stadt angelegt und überlebt!
„Toni!“ Enrico schluchzt laut, er wirft sich Antonio in die Arme und krallt sich an ihm fest.
Irritiert sieht Antonio seinen Freund an.
Enrico legt die Stirn an seinen Oberkörper, hemmungslos heult er.
Das ist irgendwie nicht das Bild, das Antonio bis eben noch von seinem Freund im Kopf hatte.
„Was wollen diese Kerle von mir? Warum jagen die uns?“
„Du bist Zeuge eines Mordes und hast ihren Chef auf dem Gewissen“, antwortet Antonio.

...~*~...

„Was? Das habe ich doch gar nicht! Das wollte ich nicht! Er hat doch noch gelebt!“, rufe ich panisch. Meine Hand kralle ich in den nassen Stoff seines Shirts. „Sag mir, dass er das überleben kann!“ Ich bin kein Mörder! Ich habe nichts schlimmes getan!
Toni schmunzelt amüsiert, sein Blick ist finster. „Du hast ihn mitten in die Brust getroffen. Nein, keine Sorge, den Kerl sind wir für immer los!“
Erschüttert schaue ich meinen Freund an. „Ich wollte ihn doch gar nicht … ich wollte ihn nicht töten! Das … das war … das war ein Unfall!“ Das muss Toni doch genau so sehen.
„Nenne es wie du willst. Notwehr! Unfall! Mord! Es ist egal! Wir sind so was von am Arsch!“ Toni lacht spöttisch.
Fassungslos mustere ich seine grünen Augen. Sie sind kalt und berechnend. Wo ist die Wärme hin, die mich eben noch beruhigt hat? Eisige Kälte kriecht in meinen Körper, sie lässt mich erschaudern.
„Du hast ja keine Ahnung, wen du da getötet hast.“
„Ich habe ihn nicht getötet! Ich bin kein Mörder!“, schreie ich.
Toni sieht mich eindringlich an. Er packt mich an den Armen und schiebt mich von sich. „Enrico, ob du das wolltest oder nicht, du hast den Chef eines ganzen Syndikats auf dem Gewissen. Den Drachen wird es egal sein, das es aus Notwehr geschehen ist. In ein paar Stunden wird jeder Drache dieser Stadt an unseren Fersen kleben. Wir werden einen guten Plan brauchen und verdammt viel Glück, wenn wir älter als 15 werden wollen. Und glaub mir, wenn du am Leben bleiben willst, wird das nicht dein letzter Mord gewesen sein.“
„Was? Nein! Ich fasse nie wieder eine Waffe an!“
Toni grinst wissend.
„Das ist alles nur deine Schuld!“ Mit den Fäusten schlage ich auf seinen Oberkörper ein.
Das Grinsen verschwindet von seinen Lippen, es wird zu einem sanften Lächeln. Seine Arme legt er um mich, fest drückt er mich an sich.
Ich kann nicht mehr ausholen, um ihn zu schlagen. Meine Fäuste lasse ich auf seinem Brustkorb ruhen.
„Ich weiß“, säuselt er mir ins Ohr, „Danke, danke, dass du nicht weggelaufen bist. Von jetzt an passe ich auf dich auf! So lange ich lebe, werde ich dich beschützen. Das schwöre ich!“
Mich? Er kann doch nicht mal auf sich selbst aufpassen. „Du erzählst schon wieder Blödsinn!“ Ich keuche, von seiner festen Umarmung gequält.
Toni gibt mich frei, eindringlich sieht er mich an. „Das ist mein ernst! Du bist ein Patenmörder, du wirst einen Bodyguard brauchen.“
Jetzt bin ich es, der schmunzeln muss.
Er sieht doch viel schlimmer aus als ich. Ich muss auf ihn aufpassen, nicht umgekehrt. Die Waffe habe ich doch nur seinetwegen ergriffen. Meine Hand strecke ich nach seiner geschwollenen Wange aus, mit dem Daumen streichle ich über seine aufgeplatzte Lippe. „Ein Bodyguard muss stärker sein“, hauche ich ihm auf die Lippen. Nie wieder will ich dabei zusehen müssen, wie jemand so auf ihn einschlägt, schon gar nicht meinetwegen.
„Ich werde stärker werden!“, sagt er entschlossen. Seine Hand legt er über meine. Er ist mir so nah, dass ich seinen heißen Atem auf meinen Lippen spüren kann. Das ist genau so wie in der Nacht, als er bei mir geschlafen hat. Wie es wohl ist, wenn ich dieses Mal ihn küsse?

...~*~...

Warum nur muss Enrico ihm schon wieder so nah kommen? So gern würde Antonio ihn jetzt küssen, ihn überwältigen, um ihm zu zeigen, dass er stark genug ist, ein Bodyguard zu sein. Aber er traut sich nicht. Immerhin ist sein Freund wach.
Enricos Lippen legen sich auf seinen Mund. Antonio schaut ihm ins Gesicht.
Enrico hat die Augen geschlossen.
Antonio wagt nicht sich zu rühren, sein Atem stockt abrupt. Sein Herz setzt einen Schlag lang aus. Das hat er jetzt nicht wirklich getan?
Enrico öffnet die Augen. Ein breites Grinsen liegt auf seinen Lippen, sein Blick ist angriffslustig.
Antonio wird ganz heiß. Er weiß nicht wohin er schauen soll.
„Ich habe nicht geschlafen! Ich schlafe nie so schnell ein!“, sagt Enrico. Sein Grinsen wird noch breiter.
Das hat er mitbekommen? Verschämt betrachtet Antonio den Boden. Das sollte Enrico doch nie erfahren.
„Das war mein erster Kuss du Bastard! Den wollte ich eigentlich nicht mit einem Jungen haben!“, sagt Enrico.
Ein fetter Kloß rutsch Antonio in die Kehle. Das hat er nicht gewusst und so auch nicht gewollt. „Ich … ich“, stammelt er. Nur flüchtig wagt er seinen Freund ins Gesicht zu schauen.
Enrico grinst noch immer spöttisch.
Wenn sich doch nur der Boden auftun und Antonio verschlucken würde.
„Aber weißt du, was das Schlimmste daran ist?“, fragt Enrico.
Das Schlimmste? Es ist doch schon schrecklich genug, dass er ihn dabei erwischt hat, Antonio will gar nicht wissen, was noch schlimmer ist.
Enrico nimmt sein Gesicht in beide Hände, er dreht Antonios Blick zu sich.
Nur scheu wagt Antonio in die eisblauen Augen zu schauen.
„Es hat mir gefallen!“ Enrico lächelt verträumt, er küsst Antonio erneut.
Dieser verfluchte, gemeine, fiese, Drecksack! Warum muss er ihn dann erst so verunsichern? Wütend schaut Antonio ihn an.
Enrico hat die Augen geschlossen, er genießt den Kuss.
Je länger er dauert, um so weniger kann Antonio ihm böse sein. Ja, er wird auf ihn aufpassen, von jetzt an, bis zum letzten Atemzug.

...~*~...

Daran könnte ich mich gewöhnen, an Tonis verlegenen Blick und seine warmen Lippen. Doch als ich die Augen öffne wandert meine Aufmerksamkeit, auf das Blut an meinen Fingern. Ich erinnere mich an Tonis verwundeten Rücken.
Er war bereits verletzt, als er zu mir kam und dieser große Kerl hat ihn gegen mein Bett geworfen. Was, wenn die Wunde noch schlimmer geworden ist? Von seinen geröteten Wangen mal abgesehen, ist Tonis Gesicht bleich.
Ich muss mir das ansehen. „Dreh dich um!“, fordere ich.
Er rührt sich nicht.
„Jetzt mach schon!“
Zögerlich tut er es. Sein Shirt ist zerrissen, dunkelrote Schnitte ziehen darunter entlang.
Ich versuche das Shirt nach oben zu ziehen, doch es klebt ihm eng am Körper. „Zieh das aus!“
Tonis Wangen bekommen noch mehr Farbe. Er zögert.
Was glaubt er denn, was ich mit ihm vorhabe? Ich habe ihn geküsst, das ist ja wohl mehr als genug. „Ich will mir nur deinen Rücken ansehen.“
Toni atmet durch, schwerfällig zieht er sich sein Shirt aus. „Und, wie schlimm ist es?“
In dieser Dunkelheit, kann ich das nicht genau sagen. Der Regen hat das Blut auf seinem ganzen Rücken verteilt. Etliche Schnitte klaffen in seiner Haut. In einer der Wunden fällt mir etwas spitzes auf.
Als ich danach taste, zuckt Toni zusammen.
„Au! Was machst du da?“
„Da steckt irgendwas drin.“
Toni atmet erschwert aus, er lässt die Schultern hängen. „Dann zieh's halt heraus!“
„Aber das wird sicher weh tun.“
„Schon klar. Mach einfach!“
Ich greife das Ding und ziehe so lange daran, bis ich es in der Hand halte.
Toni gibt keinen Laut von sich, nur sein Atem geht ruckartig.
Was ist das überhaupt? Ich halte meine Hand so, dass das Licht der Straßenlaternen darauf scheint. Es ist scharfkantig und durchsichtig.
„Michael hat mich auf den Glastisch geworfen, dabei ist er kaputt gegangen!“, erklärt Toni. Er zieht sich sein Shirt wieder über, dann dreht er sich zu mir.
„War das der Kerl, der in mein Zimmer eingebrochen ist?“
„Nein, das war Denijel, mein Chef! Michael ist mein alter Ausbilder. Der der uns verfolgt hat ist mein neuer Mentor Butch.“
Okay, das kann ich mir nicht merken. Abwehrend hebe ich die Hände. „Schon gut, das ist mir alles zu hoch.“
„Das musst du aber wissen. Vor diesen Kerlen müssen wir uns in Zukunft fernhalten. Um Butch mache ich mir keine so großen Sorgen. Der hat vorhin auch absichtlich daneben geschossen, aber Michael ...“ Toni bricht mitten im Satz ab, er nimmt meinen Arm.
Ich sehe ihm dabei zu, wie er den Ärmel meines Pullovers zurückschlägt. Ein langer blutiger Riss zieht sich durch meinen Oberarm, verbrannte Hautfetzen rahmen die Wunde ein. Au! Das sieht so furchteinflößend aus, wie es weh tut. Bei dem Anblick wird mir schlecht. Schnell wende ich den Blick ab. „Ich muss zu einem Arzt.“
„Hast du denn Geld für einen Arzt?“
Ich schüttle den Kopf. Dabei habe ich nichts und unsere Haushaltskasse daheim ist auch leer.
„Ich habe auch keines. Es wird auch so gehen. Das ist nur ein Streifschuss, dass heilt von allein.“ Toni reißt sich ein Stück von seinem Shirt ab und bindet es um meinen Arm.
Ich bin dankbar die Wunde nicht mehr sehen zu müssen. Mit dem Verband lässt der Schmerz ein wenig nach.
„Aber dein Rücken sieht echt schlimm aus. Dich müssen wir auf jeden Fall untersuchen lassen“, sage ich.
„Ach was, die haben mich schon oft verprügelt und da war ich auch nicht bei einem Arzt.“
„Also sind die schon lange so fies zu dir? Als ich dich kennenlernte, hattest du auch überall blaue Flecke.“
Toni sieht unter meinem besorgten Blick hinweg. „Das ist eben eine Gang und keine Familie.“ Toni schaut auf einmal sehr ernst. Sorge legt sich in seine smaragdgrünen Augen. „Wo ist dein Bruder jetzt?“
„Er ist arbeiten. Wieso?“
„Bis wann?“
Ich überlege fieberhaft und versuche mich zu erinnern, ob Raphael mir eine Zeit genannt hat. „Bis Zehn, aber meistens macht er Überstunden.“
Toni kramt aus der Hosentasche seine Uhr und klappt sie auf. „Verdammt wir haben es gleich Zehn. Wir müssen zu ihm, bevor er nach Hause geht. Wenn sie merken, dass du einen Bruder hast, werden sie ihn töten, oder als Köder benutzen.“
Ich springe auf die Beine. “Das müssen wir verhindern!“

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Nur wer die Hölle kennt, weiß den Himmel zu schätzen.
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